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Strom mitten in der Wildnis: Introducing Sunny Bag Leaf

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Wir sind nun seit knapp 5 Monaten mit unseren Ural-Motorrädern auf dem Landweg nach New York unterwegs. Die Entscheidung zu diesem Unternehmen wurzelt nicht nur in dem Gedanken, es zu vermeiden, die gesamte Distanz in einem kraftstofffressenden Flugzeug zu verschlafen – vielmehr ist dieses Motorrad der Kommunikationsschlüssel zur Bevölkerung, der Beginn eines Dialoges mit Menschen verschiedener Länder, der aktuell wichtiger denn je ist.

Zwischen Nirgends und Irgendwo

 

Auf unserer Wegstrecke passieren wir sowohl komfortable Metropolen als auch kaum besiedelte Gegenden, wo zwischen den nächsten Steckdosen Hunderte Kilometer liegen können. Deswegen haben wir entsprechendes Equipment in unsere Beiwagen geladen, mit dem wir uns den Gegebenheiten perfekt anpassen können. Um die Energie, die unser Motorrad produziert, effizient zu nutzen und uns möglichst umweltschonend fortzubewegen, haben wir unter anderem eine Gel-Batterie am Motorrad installiert, die sich während der Fahrt durch die Lichtmaschine der Ural auflädt.

Während des allabendlichen Lagerfeuer-Rituals ist somit eine zusätzliche Lichtversorgung gesichert. Doch stell Dir vor, Du würdest Deinen kompletten Alltag nach draußen verlegen. Mit einem einzelnen batteriebetriebenen Strahler, der das provisorische Wohnzimmer am Abend erhellt, ist es dann wohl doch nicht ganz getan. Und so benutzen wir neben diesem Akku-Pack, mit dem wir unsere Kameras laden können, das kompakte Solarsystem Sunny Bag Leaf.

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Ein Leaf für alle Fälle

 

Das Sunny Bag Leaf wurde gemeinsam mit Hilfsorganisationen und dem Outdoor-Hersteller Northland entwickelt. Dieses Leichtgewicht mit einer Leistung von 3,2 Watt, ist gerade mal 24,5 x 29 x 0,1 cm groß und wiegt laut Hersteller weniger als ein Apfel. Das mitgelieferte Befestigungssystem eröffnet allerlei Möglichkeiten, wie und wo man das Paneel anbringen kann. Zusätzlich zum Sunny Bag Leaf, an dem man die zu ladenden Geräte direkt anschließen kann, gibt es einen Power Stick mit einer Akku-Kapazität von 2200 mAh. Er ermöglicht es, die gewonnene Sonnenenergie zwischenzuspeichern. Der Hersteller verspricht via voll geladenem Power Stick, ein Smartphone bis zu dreimal laden zu können. Das ganze System ist sehr strapazierfähig – nur der USB-Anschluss und der Power Stick sollten unbedingt gut vor Witterungseinflüssen geschützt werden.

Auf unserer Reise ist Flexibilität von großer Bedeutung, und somit wird nicht nur von uns als Fahrern einiges gefordert, sondern auch vom technischen Equipment, das uns begleitet. Ein Härtetest der Seinesgleichen sucht. Der Plan, die Umwege, die Holperpisten verlangen nach einer robusten Bauweise aller Dinge, die wir mitführen.

 

Aufladen leicht gemacht

 

Das Sunny Bag Leaf schmiegt sich anpassungsfähig an seinem Untergrund an und ist durchaus wetterfest. Im Optimalfall platziert man das Sunny Bag Leaf in einem 90-Grad-Winkel zur Sonne. Wenn man ständig unterwegs ist, ändert sich natürlich immer wieder die Richtung des Sonneneinfalls, was dazu führt, dass die Solarpanele weniger schnell laden. Bei längeren Aufenthalten und der richtigen Position des Sunny Bag Leafs lassen sich jedoch sehr gute Ergebnisse erzielen.

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Mittels verschiedener Adapter-Kabel ist es kein Problem, diverse Smartphones und Akkus, beispielsweise von Spiegelreflexkameras und Action Cams, zu laden. Der Power Stick kann sowohl am Sunny Bag Leaf direkt oder auch am Rechner voll geladen werden und bietet dadurch noch einen zusätzlichen Zwischenspeicher. Der Ladeprozess dauert abhängig von der Sonneneinstrahlung 2-4 Stunden. Selbst an bewölkten Tagen oder auch in Innenräumen ist das Sunny Bag Leaf fähig, Strom zu produzieren – in diesen Fällen ist lediglich die Ladegeschwindigkeit wesentlich langsamer.

Neben der innovativen Idee dieses Solarpanels fanden wir das Firmenkonzept hinter dem Start-Up Sunny Bag überaus interessant. Nicht nur Ärzte ohne Grenzen testen in Afrika bereits ausgiebig verschiedene, firmeneigene Solar-Produkte, auch die Anfertigung erfolgt teils in Kooperation mit „heidenspass“, einem sozialen Programm, das sich mit der Integration junger Leute in die Arbeitswelt beschäftigt. Die Firmen-Philosophie des jungen Unternehmens scheint ein kluger Ansatz zu sein und auf viel Zuspruch in der breiten Bevölkerung zu stoßen.

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Da geht einem das Licht auf

 

Zum Wandern und bei jeglichen Outdoor-Aktivitäten ist das Sunny Bag Leaf dank seiner Flexibilität und Leichtigkeit ein praktischer Begleiter. Dennoch würden wir uns auf einer langjährigen Expedition, bei der unbeständige Wetterbedingungen vorherrschen, nicht ausschließlich auf das Solar-System verlassen. Da bei der Durchführung unseres Projektes die Benutzung von Navigationsgeräten und verschiedenen Kameras eine wesentliche Rolle spielt, ist das Sunny Bag Leaf eine überzeugende Unterstützung auf unserem langen Weg. In Kombination mit anderen Energiespeicherquellen können wir das Gerät in jedem Falle weiterempfehlen.

www.leavinghomefunktion.com

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Tobias
02.11.2015 17:03 Uhr

Cooles Teil, vor allem auch zum Wandern! Wenn zwischendurch mal der Saft ausgeht, kann man während der Mittagspause in der Sonne sein Handy oder Navigationsgerät wieder aufladen. Ich find die Idee genial, vor allem gibt’s den Strom umsonst von der Sonne:)

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