Tags: ‘Basisstation’

Apr 2010
22

Im Feld heißt oft hoch klettern – mein Job bei Wind und Wetter

Erstellt von Manfred Wiesner Vodafone
Veröffentlicht in Technisches | 3 Kommentare

Ich bin nun seit etwas über 10 Jahren Fieldservicetechniker bei Vodafone. Meine Funktion hat aber nichts damit zu tun, dass ich mich um das „field“ , d.h. die Grünpflege an den Vodafone-Gebäuden kümmere, sondern ich betreue die Technik, die eben im Field („Feld“) steht. Ein Mobilfunk-Netz besteht aus vielen tausend Basisstationen, die natürlich auch gewartet und entstört werden müssen. Darüber hinaus werden regelmäßig Kapazitätserweiterungen und Anpassungen an den bestehenden Standorten durchgeführt oder es werden sogar komplett neue Standorte gebaut und in Betrieb genommen. Der Fieldservicetechniker ist also für die ganze Technik rund um die Basisstation zuständig. Das beinhaltet u.a. auch die Anbindung der Station an die Vermittlungsstelle, was meistens über Richtfunksysteme gemacht wird. Auf Grund dessen muss ich natürlich auch auf die Fernmeldetürme hinauf klettern, um dort gegebenenfalls eine ausgefallene Richtfunkanlage zu reparieren. Das kann manchmal ganz schön anstrengend sein, je nach dem wie hoch man mit dem Werkzeug und den Ersatzteilen eben steigen muss. Aber dafür ist die Aussicht, die man von dort oben genießen kann oft grandios und einzigartig. Im Winter jedoch, wenn man das Ganze bei -10 Grad und Schneetreiben machen muss, ist das natürlich weniger spaßig. Leider kann man ja schlecht bis zum Sommer warten bis man die Basisstation wieder entstört.

Zu meinen weiteren Aufgaben gehört die Instandhaltung der Klimaanlagen, Stromversorgungen und Backup-Batterien in den Stationen. Denn auch bei einem Stromausfall muss die Funktion der Basisstation und der Richtfunkanlage sichergestellt sein. Des Weiteren kümmern wir uns auch um die sogenannten Basis-Stations-Controller (BSC), die ein Netz von vielen Basisstationen steuern und verwalten. Diese stehen auch überall verteilt im weiten Feld (im Wald, auf der Wiese oder auch mitten in der Stadt). Und so ist man den ganzen Tag unterwegs im „Field“ als Vodafone-Techniker und somit ist die Bezeichnung „Fieldservicetechniker“ sehr treffend.

Okt 2009
05

Festnetz-Handy

Erstellt von Daniela Dicks
Veröffentlicht in Technisches, Vodafone | 3 Kommentare

Zugegebenermaßen, ändern tut sich mit dieser neuen Erkenntnis für den Otto-Normal-Verbraucher wie mich nun auch 36_SDW_180909_Basisstationnichts, aber ein wenig erstaunt war ich dann schon. Denn wer weiß schon, dass jedes Handy immer noch das Festnetz braucht?

Wir Endkonsumenten sind mit unseren mobilen Telefonen zwar beweglich und frei von lästigen Telefonkabeln, aber das Netz, über das wir telefonieren, ist letztendlich nicht mobil. Denn so genannte Basisstationen sorgen erst dafür, dass wir unsere Mobiltelefone nutzen können. Sobald das Handy angemacht wird, sucht es automatisch nach der nächsten Basisstation. Die ist meist ganz in unserer Nähe, maximal 200 Meter in Städten und etwas weiter verstreut im ländlichen Raum. Rufen wir jemanden an oder lassen uns kurz im mobilen Internet die Route berechnen, werden die Gespräche oder Daten in wahnsinniger Geschwindigkeit an die Basisstation und zurück gesendet. Diese Station wiederum ist an das Festnetz angeschlossen, über Verbindungen, die extra-leistungsstark sind. Das müssen sie auch sein, denn sonst könnten niemals so viele Menschen parallel miteinander über ihre Mobiltelefone telefonieren. Steht Paul also in Hamburg und ruft über sein Handy Paula in München an, werden die Informationen über die nächsten Basisstationen übertragen. Paul und Paula merken davon nichts, nahezu zeitgleich können sie sich miteinander unterhalten.

In den Städten sind die vielen Antennen in höchster Höhe, an der man eine Basisstation erkennen kann, anders als an den Autobahnen aus ästhetischen Gründen gut versteckt und zwar in Kirchtürmen und auf Dächern von höheren Häusern.Aber solange wir sie nicht sehen, können wir uns getrost weiterhin unserer Illusion der vollständig mobilen Welt hingeben, oder?

Jul 2009
02

Kein Anschluss ohne Akquisiteur

Erstellt von Timea Hiller (Vodafone)
Veröffentlicht in Technisches | 7 Kommentare

3742-Franklinstr-sollDie Entstehung einer Basisstation ist Teil meiner Arbeit. Kein Standort ist wie der andere; es ist spannend, als Akquisiteurin in der Niederlassung Nord-Ost tätig zu sein. Die ca. 3.000 Standorte, die wir hier insgesamt bereits betreuen, sind etwa so entstanden:
Zuerst stellt der Funknetzplaner eine ‘kranke’ Stelle fest, einen weißen Fleck, ein Funkloch, das es zu stopfen gilt; quasi ein fehlendes Puzzleteil in seinem Netzgebiet. Er kreist das Areal auf einer Karte ein. Den Ausschnitt gibt er mir. Ich suche dann die undichte Stelle vor Ort auf. D.h. ich recherchiere, wem das Haus gehört oder das Grundstück, spreche mit der Gemeinde, mit Nachbarn, Baubehörden oder Denkmalschützern. Wenn das geklärt ist, lade ich zum Ortstermin ein, den Vermieter, meine Kollegen, den Funknetzplaner und den Bauleiter, der wiederum noch ein Planungsbüro mitnimmt. Realisierungsbegehung nennt sich das. Zu diesem Zeitpunkt haben die Beteiligten oft verschiedene Bilder von dem fehlenden Puzzleteil im Kopf. Zum Beispiel möchte der Funknetzplaner 9 Antennen auf dem Dach verteilen, der Bauleiter hat statische Bedenken und der Vermieter plant an dieser Stelle einen Dachgarten. Hier gilt es einen kühlen Kopf zu bewahren, denn irgendwie muss ich das alles in einen Mietvertrag schreiben und die Kosten sollen effizient bleiben. Aber in den meisten Fällen und Dank der erfahrenen Kollegen lösen wir das gut. Für schwierige rechtliche Fragen hole ich mir Unterstützung in unserer Rechtsabteilung. Dann sorge ich dafür, dass der Vertrag unterschrieben wird. Na, dann ist alles klar, jetzt kann der Bauleiter loslegen und bald danach kann die Station funken, wie die auf dem Bild.
Doch schon fehlt ein neues Teil im Spiel…