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Die Freiheit haben wir: Eine Reaktion auf die Kampagne der Digitalen Gesellschaft e.V.

von

  • 30.11.2012
  • Kategorie: Allgemein
  • Schlagwort:

Gestern hat die Digitale Gesellschaft e.V. eine Kampagne gestartet, in der Vodafone eine prominente Rolle spielt. Den Machern geht es darin um das „echte Netz“, um das „freie Internet“ und um „Transparenz“. Und: Die Organisatoren haben deutlich gemacht, dass sie eigentlich die gesamte Branche adressieren. Nun sind wir direkt angesprochen – und wollen auch direkt antworten. Dass wir dies im Blog und nicht auf Twitter tun, sei uns verziehen. Wenn wir allerdings zu einer sachlichen Debatte zum Thema Netzneutralität kommen wollen, ist ein Blog doch ein guter Ort um damit zu beginnen.

Die Kampagnen-Macher werfen uns vor, unseren Kunden nur ein „halbes Netz“ zu servieren, da diese Dienste wie Instant Messaging, P2P-Verbindungen und Voice over IP nicht nutzen könnten. Nicht ganz richtig, wie wir meinen. Denn bei Vodafone können alle Mobilfunk-Kunden Dienste wie Instant Messaging, P2P und Voice over IP nutzen. Viele dieser Dienste sind in den meisten aktuellen Vodafone-Tarifen sogar ohne Zusatzkosten enthalten. Was nicht schon inklusive ist, können Kunden hinzubuchen. Wenn auf der Webseite der Kampagne also steht: „Nutzer sollen die Freiheit haben, mit jeder Hard- und Software jede Anwendung nutzen zu können, die ihnen gefällt.“ – dann können wir sagen: Genau das bilden unsere aktuellen Mobilfunk-Tarife auch ab.

Nehmen wir diese Tarife in Sachen Instant Messaging, P2P und Voice over IP mal unter die Lupe: Instant Messaging ist in allen Vodafone RED Tarifen für den Kunden inklusive. Das bedeutet freie Fahrt für ICQ, MSN-Messenger, Whatsapp, Twitter oder Facebook. P2P können Kunden ebenfalls in allen Tarifen nutzen – hierfür bieten wir ihnen eine entsprechende Zusatzoption an. Voice over IP ist (wie nebenbei auch Tethering) in drei der vier Vodafone RED Tarife bereits kostenlos enthalten – und damit auch die Nutzung von Skype. Im günstigsten RED Tarif können Kunden diese Dienste als Option hinzubuchen. Damit wird die vertragliche Nutzungsbeschränkung für Voice over IP und Tethering in diesem Tarif aufgehoben. Kunden, die solche Dienste nicht nutzen wollen, erhalten mit diesem Tarif eine günstige Alternative.

Die Mitglieder, Follower und Freunde der Digitalen Gesellschaft sind wahrscheinlich zumeist „heavy user“ der mobilen Datennutzung – aus dieser Perspektive mag die Idee, bewusst auf solche Dienste zu verzichten, absurd aussehen. Aber es gibt nun einmal Menschen, denen Voice over IP, Peer-2-Peer und Tethering egal sind. Und für diese ist der kleinste Tarif der Vodafone RED Familie eben auch die beste und preiswerteste Lösung.

Setzen wir noch einmal die Lupe woanders an – und zwar diesmal bei unseren LTE Zuhause Tarifen, die wir Kunden als Festnetzersatz-Produkt anbieten. Hier sagen die Kampagnen-Macher zwei Dinge: Erstens, wir wollten die bestehenden vier Millionen Anschlüsse unserer DSL-Kunden allesamt auf LTE Zuhause umstellen. Und zweitens, wir würden für LTE Zuhause Kunden Voice over IP vertraglich ausschließen. Der erste Punkt ist – sorry – grober Unfug. Niemand bei Vodafone hat vor, unsere bestehenden DSL-Kunden auf irgendwas umzustellen. Der zweite Punkt ist – leider – richtig. Da kam uns die Kampagne ein paar Wochen zuvor. Seit einiger Zeit arbeiten wir daran, Voice over IP LTE Zuhause Kunden auch ohne vertragliche Nutzungseinschränkung anzubieten. Die Anpassung werden wir – auch rückwirkend für alle Altverträge – in Kürze vornehmen.

Was die Kampagne uns allen zeigt? Es gibt durchaus Redebedarf! Das sollte auch unser Beitrag deutlich gemacht haben. Was liegt also näher, miteinander zu reden statt nur übereinander. Vodafone Deutschland lädt deshalb die Organisatoren der Kampagne zu einem Round Table ein, um über die einzelnen Aspekte zu diskutieren. Im Januar könnte so ein Round Table in Berlin stattfinden. Wir freuen uns auf einen konstruktiven Dialog.

 

Ergänzung 30.11.2012 um 17.30h, Christian Rapp: Die @digiges hat natürlich völlig recht. Ein Link zur Kampagne kostet nix und gehört hier auch mit rein. Entschuldigung für diese Unachtsamkeit. Deshalb:

Link zur Kampagnenseite hier

Link zur Antwort der Digitalen Gesellschaft auf diesen Beitrag hier

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Thomas Diessel
30.11.2012 11:27 Uhr

Leider fehlt eine Aussage zum Thema DPI (Deep Packet Inspection). Macht Vodafone so etwas? Wenn ja, wo und wie?

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Christian Rapp
Christian Rapp
30.11.2012 15:30 Uhr

Hallo Herr Diessel, zu dem Thema muss ich mich selber erstmal schlau machen, komme dann hier in den Kommentaren darauf zurück… VG Christian Rapp

Peter Piksa
30.11.2012 12:23 Uhr

Ich betrachte die Netzneutralitätsdebatte in Deutschland wahrscheinlich schon seit ihren Anfängen und bin aus diesem Hintergrund offen gestanden irritiert über diese Mitteilung Vodafones. Betrachten Sie bitte Ihre Aussage selbst:

Instant Messaging ist in allen Vodafone RED Tarifen für den Kunden inklusive. Das bedeutet freie Fahrt für ICQ, MSN-Messenger, Whatsapp, Twitter oder Facebook. P2P können Kunden ebenfalls in allen Tarifen nutzen – hierfür bieten wir ihnen eine entsprechende Zusatzoption an.

Dies wird als Erwiderung auf die Kritik angeführt, daß Vodafones Tarife gegen die Netzneutralität verstoßen. Alleine: Diese Erwiderung ist völlig wirkungslos. Man könnte auch sagen: sinnlos.

Sinnlos deshalb, weil sie an der Kritik größtmöglich vorbeigeht. Der Kritikpunkt ist, daß Vodafone bei seinen Kunden ausweislich der Verträge durch das Verbot von P2P etc. zuerst einen Leidensdruck erzeugt, der anschließend gegen Einwurf von Münzen (Zusatzoptionen dazubuchen) gelindert werden kann.

Genau das ist der Verstoß gegen die Netzneutralität.

Lieber Herr Rapp, Sie (und Ihre Kollegen) stellen sich hier öffentlich dumm. Das wäre Ihre persönliche Angelegenheit und als solches für niemanden von nennenswertem Interesse. Da jedoch davon auszugehen ist, daß sie über das eigentliche Problem sehr gut im Bilde sind, ist dieses öffentliche Posting als Versuch zu werten, die Öffentlichkeit in die Irre zu leiten.

Mich überrascht das keinesfalls. Vergleichbare Erfahrungen habe ich bereits mit Herrn Nierwetberg von der Deutschen Telekom gemacht (man achte auf den Kommentarbereich).

Ich spreche nicht für die Digitale Gesellschaft. Aber was genau gedenken Sie im Rahmen eines Gespräches eigentlich herausfinden, wenn mit Ihrem Posting bereits zur Schau gestellt wird, daß Ihnen erkennbar an der Verbreitung von Nebelkerzen gelegen ist?

Viele Grüße
Peter Piksa

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Thomas
30.11.2012 13:55 Uhr

Aha, es wäre Ihnen also lieber, dass Vodafone statt für jeden Geldbeutel den richtigen Tarif nur noch einen Maximaltarif anbietet, der alles kann und dafür maximal teuer ist?

Moritz Stückler
30.11.2012 14:35 Uhr

Hallo,

ich kann Herrn Piksa nur zustimmen.

Da ein Internetanschluss unabhängig von den verwendeten Diensten und Ports immer gleich angeschlossen und ausgebaut wird, und hier seitens Vodafone keinerlei Einsparungen oder finanzielle Vorteile durch einen beschränkten Zugang zu erwarten sind, handelt es sich hierbei in meinen Augen um ein künstliches und moralisch absolut inakzeptables Verhalten.

Die Rechtfertigung von Herrn Rapp geht vollkommen am Thema vorbei!

Christian Rapp
Christian Rapp
30.11.2012 16:35 Uhr

Lieber Herr Piksa, Nebelkerzen sehen für mich anders aus, Jeder Tweet und auch der Beitrag hier im Blog sprechen doch dafür, dass wir diese Diskussion führen wollen. Nur weil unsere Ansichten in einigen Fragen andere als Ihre sind, heißt nicht, dass wir uns dummstellen. Deshalb auch unser Gesprächsangebot. Viele Grüße Christian Rapp

Gehteuch Nixan
30.11.2012 12:27 Uhr

„Was nicht schon inklusive ist, können Kunden hinzubuchen. “

Einfach mal kurz selber über diesen Satz im Zusammenhang mit Netzneutralität nachdenken. Dann kommt ihr sicher von alleine drauf.

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Joseph Strebsam
30.11.2012 13:41 Uhr

Die Standardtarife werden als mobiles Internet vermarktet, aber es ist de-facto kein Internet. Es ist gefiltert und hinter einem NAT. Es ist ein maximal ein mobiles Intranet.

Es ist und bleibt Werbetrug was ihr (sowie die anderen Mobilfunkanbieter) hier veranstalltet. Es ist euer gutes Recht Produkte so auszuwählen wie ihr wollt und zu verkaufen. Aber bitte sprüht einen Hundehaufen nicht golden an und behauptet es wäre reines Gold, denn unter der Oberfläche bleibt es Scheißé.

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Anonymous
02.04.2014 21:56 Uhr

Zunächts muss ich euch bei Vodafone erstmal ein großes Lob aussprechen – ihr stellt euch einer offenen Debatte um die Netzneutralität, obwohl ihr genau wisst, dass hier im Blog jede Menge kritische Kommentare auftauchen werden.

Nun, zu dem, was ich eigentlich sagen wollte: Auch wenn ich grundsätzlich das Vorgehen von Vodafone hinsichtlich der nicht vorhandenen Netzneutralität nicht gutheiße, muss ich Vodafone beim Thema Carrier Grade NAT in Schutz nehmen.

Es ist schlicht und einfach so, dass es zuwenig IPv4-Adressen im Netz gibt. Es reicht einfach hinten und vorne nicht. Einer zunehmenden Anzahl an Internetprovidern bleibt da nichts anderes übrig, als die Benutzer hinter ein NAT zu hängen. NAT ist zwar eine hässliche Sache, aber im Augenblick gibt es keine Alternative.

Mein Vorschlag: Implementiert doch IPv6. Da kann jeder Kunde ein eigenes /64-Subnetz kriegen – genug um Handy und Laptop beim Tethering jeweils mit einer eigenen IP zu versorgen.

Christian
30.11.2012 13:46 Uhr

Zwar nurtzt die Kapagne das „halbe Netz“ als Aufmacher, im Kern geht es aber darum, dass Vodafon in irgendeiner Weise ja rausfinden muss, was der Kund mit der Leitung macht. Dies geht eben nicht ohne sich die Daten, die der Kunde schickt genauer anzuschauen (Deep Package Inspection). Darüber wird in dieser Stellungnahme kein Wort verloren.

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Smocky
30.11.2012 15:27 Uhr

> im Kern geht es aber darum, dass Vodafon in irgendeiner Weise
> ja rausfinden muss, was der Kund mit der Leitung macht
Wieso „müssen“ sie das denn? Wenn eine Flatrate verkauft wird (Was in Deutschland ohnehin nicht passiert.), erübrigt sich die Frage völlig. Werden Datenkontigiente verkauft, ist lediglich die Menge übertragener Daten relevant. Was ich wann an wen übertrage, geht weder meinen Telekommunikationsanbieter noch meinen Briefversender irgend etwas an. Beide sind reine Transportdienstleister auch wenn den Telkom-Unternehmen das nicht gefällt.

JR
30.11.2012 14:37 Uhr

Deep Package Inspection mit dem deutschen Datenschutzbeauftragten abgestimmt ?

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Christian Rapp
Christian Rapp
30.11.2012 16:44 Uhr

Zum Thema DPI komme ich hier in den Kommentaren noch einmal später zurück… VG Christian Rapp

Quirlsen
30.11.2012 14:46 Uhr

Der Punkt ist ganz einfach, Sie Versprechen Ihren Kunden ein mobiles Internet, später aber schränken Sie die Nutzung nach verschiedenen Diensten ein oder machen einzelne davon kostenpflichtig.
Das widerspricht der Netzneutralität und rechtfertigt die Kampagne

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Matthias
30.11.2012 14:46 Uhr

Ist Instant Messaging im RED S wirklich inklusive?
Die Preisliste sagt zu „Vodafone Instant Messaging“ 5,00 / Monat.

Oder verwechsele ich das was

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Volker
30.11.2012 15:17 Uhr

Wie man an den Kommentaren sieht, scheint doch das Kernproblem die Verständlichkeit der Werbung für die einzelnen Produktgruppen zu sein. Dass ein Verstoß gegen des Prinzips der Netzneutralität vorliegt, ist nicht das eigentliche Problem.

Vodafone hat sich bei seinem Netzdesign und Produktphilosophie dazu entschieden, Zugangsprodukte zu einem kontrollierten (im Sinne von Filterung) IP-Netz anzubieten, die je nach Produktklasse unterschiedliche Konnektivität mit dem Internet ermöglicht. Der Kunde kauft sich häppchenweise Elemente hinzu, um volle Konnektivität zu erreichen. Also von vorne herein keine Netzneutralität, sondern das Verkaufen einzelner Anwendungsnutzungsoptionen. Soweit so gut, wenn man es dem Kunden sagt. Wird wohl nicht in der Deutlichkeit verstanden.

Andere ISP erreichen eine Preisdifferenzierung und unterschiedliche Produktklassen über einen netzneutralen Ansatz, in dem über die verursachte Netzbelastung (Volumen, Zeit, Datenübertragungsrate) abgerechnet wird.
Es wäre sicherlich hilfreich wenn Vodafone dies unmissverständlich klar stellen würde. Wahrscheinlich am besten so, dass man bei der Werbung das Wort Internetzugang vermeidet. Man bietet tatsächlich bei den meisten Produkten nur eine anwendungsabhängige Internet-Konnektivität an. Allerdings ist das sicher auch nicht laienverständlich darzustellen …

Grundsätzlich sollte aber, wie Christian oben sagt, angegeben werden, dass in jedem Fall DPI gemacht wird. Es wird schließlich auf Basis der Anwendungs/Inhalteanalyse des Endkunden-Verkehrs eine Produktdifferenzierung durchgeführt. Es handelt sich definitiv nicht um ein reines IP-Transportprodukt, sondern eher Dienstezugänge (oberhalb der IP-Protokollebene). Wenn man diesen Hinweis gibt, wäre für den Nutzer klar, dass es sich nun den Vertrag sehr genau durchlesen muss. Etwa der Hinweis „Keine neutrale IP-Transportfunktion/ keine Netzneutralität“.

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Alex
30.11.2012 15:26 Uhr

Naja also wo da die Transparenz ist frag ich mich doch noch. Ich habe mir mal ein paar Tarife angeschaut und finde leider keine Informationen welche Internet-Dienste mit dem jeweiligen Tarif nutzbar sind. Solange dies nicht offensichtlich ist besteht für mich der Verdacht dass der Kunde darüber vorsätzlich im Unklaren gelassen wird.

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Christian Rapp
Christian Rapp
30.11.2012 16:42 Uhr

Hallo Alex, die Kritik an der Auffindbarkeit konkreter Tarifbedingungen nehmen wir aus dieser Debatte auf jeden Fall mit. Der Redebedarf bezieht sich also auch auf diesen Aspekt. Viele Grüße, Christian Rapp

Rainer
01.12.2012 17:45 Uhr

Fakt ist, dass die Verträge grundsätzlich immer umfangreicher werden.
Wenn Herr Rapp hier behauptet er nehme etwas mit dient das in erster Linie zur „Beruhigung“. Glaubhaft ist das keineswegs.

Polit Aktivist
30.11.2012 15:41 Uhr

Also, meiner Ansicht nach sollten alle Datentransfers in allen verträgen erlaubt sein.

Ich verstehe das Provider wie Vodafone Kunden die 500GB P2P Traffic im Monat verursachen nicht auf der Mobilfunkleitung haben will. Aber dafür gibts dann ja das Traffic Limit und die 64Kbit Drosselung nach X MB. So das heavy user über mobil Internet ohnehin gebremst werden oder zusätzlich für ihren Traffic zahlen müssen.

Von daher kann man ja eigendlich sowieso alles freischalten, wer große files ziehen will oder Video-VOIP usw betreiben will müsste dann ja sowieso zahlen.

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Thomas F.
30.11.2012 16:40 Uhr

Die Kritik, daß man gerne werbewirksam „Internet“ verkauft, dieses aber nicht für den angepriesenen Endpreis liefern mag, dürfte zutreffen.

Bieten Sie Internet für 40€ / Monat an und gewähren sie 10 € Nachlaß für den Verzicht auf xyz und die Beschränkung auf gefilterte Leistungen. Das Produkt wäre unvermarktbar? Eben.

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Eike Herzbach
30.11.2012 16:47 Uhr

Hier noch mal kurz die Definition von Netzneutralität laut Wikipedia: „Netzneutralität bezeichnet die wertneutrale Datenübertragung im Internet. Netzneutrale Internetdienstanbieter senden alle Datenpakete unverändert und in gleicher Qualität von und an ihre Kunden, unabhängig davon, woher diese stammen, zu welchem Ziel sie transportiert werden sollen, was Inhalt der Pakete ist und welche Anwendung die Pakete generiert hat.“

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H. Wilker
30.11.2012 17:11 Uhr

Bitte bei der zu führenden Diskussion nicht vergessen: Die Fokussierung auf die RED-Tarife ist bereits ein Teil der Nebelkerze, da das RED-Produkt ja noch nicht soo wahnsinnig lange auf dem Markt ist. Es gibt vermutlich noch eine große Anzahl an „Altverträgen“, deren Konditionen deutlich schlechter sind – und die Vodafone freiwillig wohl niemals ändern würde.

Die längliche Erklärung, die notwendig ist, um die RED-Tarifstruktur konkret mit der Netzneutralität zusammenzubringen („Nehmen wir diese Tarife…“) zeigt schon, dass es eben keine Tarife mit netzneutralem Internet sind: „drei der vier … Tarife“, „Zusatzoption“, „Nutzungsbeschränkung … aufgehoben“…

Darüber gibt es eigentlich nichts zu reden, oder?

Auf Kommentar antworten
Christian Rapp
Christian Rapp
30.11.2012 17:27 Uhr

Liebe Leser, bitte haben Sie Verständnis dafür, dass über das Wochenende die Freischaltung von Kommentaren durchaus etwas länger dauern kann. Vielen Dank, Christian Rapp

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Tb
30.11.2012 20:12 Uhr

Schade. Im vergangenen Jahr habe ich ein ungesperrtes IPhone mit einem kleinen aber feinen Vodafonevertrag erstanden. Genau der passende Vertrag zu meinem Nutzerverhalten.

Als nun das Iphone5 angeboten wurde kam ich in die Versuchung mich doch mal umzuschauen, was die Telkoms derzeit anbieten. Vodafone hat mich erschrocken. Mein ehemals kleiner aber feiner Vertrag hat sich zu einem Internetkrüppel mit gesperrtem Handy verwandelt. Wer hat sich diese RED Tarife ausgedacht?

Ich werde also kommendes Jahr wieder wechseln müssen. Es kann doch nicht sein, dass mein Internet von Jahr zu Jahr unkomfortabler und beschränkter wird.

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Sleepy
30.11.2012 20:40 Uhr

Was ich nicht verstehe, warum Sie Kunden bei den Diensten beschränken, wo es doch schon ein Übertragungsvolumen Limit gibt, wenn ich z.B. 5GB Traffic bei HSDPA nutzen kann und danach auf lächerliche Modemgeschwindigkeit herabgestuft werde hat es Sie einen „Scheiss“ zu interessieren mit welchen Diensten ist die 5GB verbrauche.

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Noch Einer
30.11.2012 21:09 Uhr

Ich freue mich, daß das endlich mal thematisiert wird: Mobiles „Internet“ ist eh schon teuer, wenn es dann auch noch kastriert wird, um dem Kunden noch mehr Geld aus den Rippen zu leiern, ist das einfach unverschämt.

Von DPI will ich gar nicht erst reden.

Vodafone sollte sich als „Transporteur“ sehen – geht bitte mal mit gutem Beispiel voran (aka „alles erlaubt“ innerhalb des Tarifs), und ich wechsel gerne :)

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Chris
01.12.2012 06:24 Uhr

Ihre Aussagen bestätigen doch nur die Behauptungen ihrer Gegner, dass Vodafone eben _nicht_ Netzneutral ist.

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Mart E.
02.12.2012 12:15 Uhr

Sehr geehrter Herr Rapp,

zuerst möchte ich mich bei Ihnen und Vodafone bedanken, dass Sie tatsächlich solch eine Diskusison in Ihrem Blog „zulassen“ – Respekt vor der Voraussicht, dass sonst der Streisand Effekt eintreten würde, in vielen anderen Blogs die Kritik aufkeimen würde und spätestens in 2 Wochen ein Shitstorm über Ihnen zusammenschlagen würde. Einige andere haben es immer noch nicht verstanden…

Zum Thema:
Es wäre für mich interessant zu erfahren, warum Sie nicht durch Drosselung ab soundsoviel MB Nutzung eine „PseudoFlat“ freigeben. Wie begründen Sie Ihre „Abschaltung“ von bestimmten Diensten? Diese Dienste werden schließlich mit den gleichen Übertragungsmethoden an den jeweiligen Empfänger weitergeleitet. Für Sie entsteht dadurch kein Mehraufwand und somit auch kein Mehrwert durch Sperrung der Dienste.
Den einzigen Mehrwert den Sie erreichen ist: Internettelefonie bzw. -messaging über die Dienste wird untersagt. Dies aber ist ein ganz klarer Versuch Kunden Ihre teuren Telefonieprodukte aufzuzwingen. Anstatt dass Sie ehrlich sagen: „Sie bekommen Teilzugang zum Internet und Ihre gesendeten Daten werden dabei automatisiert durchleuchtet.“ behaupten Sie eine „Internetflatrate“ zu verkaufen.
Ich möchte den „Homeanbieter“ sehen, der so eine „Flatrate“ anbietet und dann noch genommen wird.

Dazu meine Frage: Nach Ihrer Begründung – „Kunden, die solche Dienste nicht nutzen wollen, erhalten mit diesem Tarif eine günstige Alternative“ – müssten Sie auch „für zu Hause“ solche „SperrTarife“ anbieten. Warum gibt es die nicht?

MfG
Mart

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Peter Stor
03.12.2012 08:31 Uhr

Alleine schon, dass es Einschränkungen gibt, sollte Vodafone zu denken geben. Es sollte sich mehr an einfachen Tarifen wie bei o2 orientiert werden.

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Tux
03.12.2012 09:41 Uhr

P2P heißt Peer-to-Peer in deutsch Rechner-zu-Rechner und so funktioniert das Internet. Das möchte wohl jeder.
Das zu verbieten und Internet draufkleben zeugt von Unkentniss was verkauft wird.
Wie man von Diensten auf heavy-user kommt zeit auch das Vodafon von Internet nichts verteht (bzw die es verkaufen) Instant message sind klein, sie erstetzen vollständig die sms, und können auch viel mehr, aber was hat das mit heavy zu tun. Genau so VoIP, gerade Sprache kann gut komprimiert werden. Dagegen Videos, Bilder die brauchen Bandbreite.
Tethering – ist es nicht egal was ich mit den daten mache? einfach nur schnell für nicht zusätzliche Geld bekommen wollen.
Bentuze daher kein Vodafon fürs Internet, die haben keines im Angebot.
Internet wird die Telefonie ablösen im Festnetz ist es ja schon so, wann kommt es im Mobilfunk bzw Vodafon, … an?
Tarife … wer blickt den bei den noch durch die sich auch noch dauernd ändern. Einfach Volumentarif mit Drosslung und gut, alles

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joe
04.12.2012 10:40 Uhr

sehr geehrter herr Rapp,

Bisher haben sie auf keine der relavanten Punkte keine Aussage getroffen
Die Tarife sind intransparent gestaltet.
Der Kunde kann nicht erkennen, mir welchem Tarif was moeglich ist.
Die Werbung verspricht, der Vertrag bricht.
Was ist mit den teuren mobilen Internettarifen, warum kann das gebuchte Volumen nicht nach gutduenken genutzt werden ?
Was ist mit der Deep Pack Inspection?
Der Blogbeitrag ist eine Nebelkerze. Lange rede, gar kein Sinn.
Dank der Kampagne bin ich ueberhaupt aufmerksam geworden.
Falls sie diese Punkte nicht klaeren koennen oder wollen, bedeutet das ein ende des Vertragsverhaeltnis.
Da viele Kunde Mehrfachvertraege habe, z.b. Dsl + Mobilvertrag schneidet Vodafone sich ins eigene Fleisch.
Ich rate zu Kulanz und Transparenz im mobilen Sektor.

Soweit ich Vodafone bisher kennegelernt habe scheint die Masche von bewusster Verschleierung, Falschinformation, Intransparenz bei Ihnen wohl eher zur geschaeftsstrategie zu gehoeren.
Das sie sich ueberhaupt mit einem Blockbeitrag der Netzgemeinde stellen, scheint mir einer gewissen Naivitaet geschuldet zu sein. Den ehrliche jedoch etwas naiven zu spielen……. der Kunde laesst sich nicht fuer dumm verkaufen.
So billig werden sie nicht davon kommen.
Ich bin wirklich empoert, danke an die digitale Gesellschaft ev.

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Marcel Ruppert
05.12.2012 16:15 Uhr

Da es doch schon einige Tage her ist, würde mich jetzt doch mal die Stellungnahme von Vodafone tun Thema Dpi interessieren…
Für mich gibt es nur zu sagen, ich werde zum nächst möglichen Termin alle Verträge bei Vodafone kündigen, da auch wenn es vlt. Nicht zu der Debatte passt, ich immer unzufriedener mit der Konnektivität und dem Service bin.

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M.
06.12.2012 00:06 Uhr

Sehr geehrter Herr Rapp,

die Diskussion über die Vodafone-Optionen kenne ich sehr gut aus dem Kollegenkreis – für einige ist dies ein Grund, nicht bei Vodafone Kunde zu werden.

Das Hauptproblem ist, dass die Disussion nicht ehrlich geführt wird. Auf Ihren Websiten bieten Sie die Internet-Tarife mit „Surfen und Mailen“ an. Der Privatmann versteht darunter das, was er zu Hause auch beim DSL erwartet: Nämlich Internet-Flat. Dies ist auch der häufigste Begriff, den man auch auf den Werbepostern der lokalen Vodafone-Shops findet, wenn ein Tarif feil geboten wird: Internet-Flat. Und bei Internet-Flat erwarte ich als Kunde, dass mir das Internet in seiner ganzen Bandbreite zur Verfügung steht – und ich nicht das Kleingedruckte lesen muss, um festzustellen, dass es eingeschränkt wird. Zudem muss man sich fragen, welche älteren Kunden im Kleingedruckten „IM“ etc. verstehen, wenn sie von ihren Kindern entsprechende Apps aufs Smartphone gespielt bekommen.

Die Diskussion ist schon deshalb falsch geführt, da ich durchaus verstehen könnte, dass es bei Missbrauch oder zu hoher Netzbelastung zu Einschränkungen kommen kann. Jedoch stellt sich im konkreten Fall die Frage, wo „surfen“ anfängt und wo „surfen“ endet. Ist das Benutzen von Apps auch „surfen“ – ich weiss nicht, welche Ports diese Apps benutzen bzw. wie diese mit dem Server interagieren. Internet-Radio hören oder auch mal einen Fernsehbeitrag sich online ansehen bedeutet eine höhere Belastung für Ihr Netz als Whatsapp. Ist Radio hören „surfen“ und konnte man nicht früher mal – surfenderweise – auch tatsächlich im Browser chatten? Wenn es Whatsapp als Browser-Version gäbe, wäre das dann erlaubt? Und was wäre, wenn ich bspw. über ein VPN verbunden wäre und Ihr Netz zum übertragen nutzen würde – welche Daten hierüber wandern, bekämen Sie gar nicht mit?

Der Kern des Problems dürfte doch darin liegen, dass durch die IM-Dienste (wobei nicht klar ist, wo IM anfängt und wo es endet), Ihnen Umsätze im SMS-Bereich wegbrechen. Es ist verständlich, dass Sie Ihr Geschäftsmodell schützen wollen. Nur ist der Markt im Wandel – und im Endeffekt kann es Ihnen egal sein, wie die Leute ihr Internet-Inklusivvolumen aufbrauchen. Je mehr Dienste wie Whatsapp etc. genutzt werden, desto häufiger werden die Kunden das Volumen aufstocken – hieran verdienen letztendlich SIE! Daher habe ich auch nie die Diskussion verstanden, warum man seitens der Provider solche Probleme mit dem Tethering hatte. Je mehr die Kunden surfen – wie auch immer sie dies tun – desto eher werden sie ihren Vertrag aufstocken.

Und. Je liberaler Sie mit diesem Thema umgehen, desto besser ist das für Ihren Ruf. Wenn Sie auf „freies Internet“ umschalten würden, wäre dies sicherlich für viele ein Argument, zu Ihnen zu wechseln. Daran ist mehr zu verdienen, als mit Optionen, die vermutlich ohnehin die allerwenigsten kaufen.

Dass Sie die Diskussion öffentlich gestartet haben ist mutig und gut. Jetzt hoffe ich nur, dass Sie die richtigen Schlüsse hieraus ziehen. Viel Erfolg!

Freundliche Grüße
M.

Auf Kommentar antworten
Ijon
07.12.2012 19:20 Uhr

Im übrigen: Hat mal jemand von euch versucht für einen RED-Tarif die Zusatzoption „P2P“ zu buchen, von der im Artikel die Rede ist?

Ich habe dies versucht und dazu dreimal bei der Hotline angerufen und mit einem Mitarbeiter gechattet.

Die erste Mitarbeiterin in der Hotline legte wortlos auf, als sie kein Produkt finden konnte. Die zweite suchte, konnte aber auch nichts finden. Die dritte versprach einen Rückruf (am Montag den 3.12. hätte der eintreffen sollen). Der Mitarbeiter im Chat sagte mir wortwörtlich „so eine Zusatzoption bietet Vodafone nicht an“.

Hier geht es also nicht nur um keine Netzneutralität, sondern auch um öffentlichkeitswirksame Auskünfte der Presseabteilung, die mit der Wahrheit soviel zu tun haben wie ein Steak Wellington mit veganem Essen.

Auf Kommentar antworten
jyw
07.12.2012 23:45 Uhr

Vodafone hat anscheinend nicht verstanden, was Netzneutralität bedeutet.

Wenn ich mit meinem Basisvertrag von Vodafone kein Twitter mehr nutzen kann (und ich habe da schon Probleme), wird er halt ersatzlos gekündigt. Ich nutze mobiles Internet gerne und bezahle auch dafür, aber ich bin nicht darauf angewiesen und bevor ich mich dabei bevormunden lassen muss welche Anwendungen ich nutze bzw. mich erst um irgendwelche Tarif-Upgrades kümmern muss, künde ich lieber gleich ganz und gehe wieder nur noch von daheim ins Netz.
Erst die Verfügbarkeit von vollumfänglich nutzbaren Flatrates ohne Beschränkung auf bestimmte Dienste (alleine auf eine fetgelegte Geschwindigkeit) haben dem Internet überhaupt zum Durchbruch verholfen. Dass die Telefonanbieter dies nun durch die Hintertür, als neues Geschäftsmodell, wieder abschaffen wollen, ist ein Rückschritt der sich für Sie nicht auszahlen wird. In 10 Jahren werden Sie es entgegen aller Erwartungen bereuen.

Auf Kommentar antworten
P Ko
11.12.2012 22:03 Uhr

Die Entwicklung, dass für bestimmte Daten gesondert gezahlt werden muss, ist zugegeben auf ersten Blick nicht schön.
Die Diskussion sollte aber auch mal unter einem anderen Blickwinkel betrachtet werden: die Preise in der Telekommunikation sinken immer weiter, auch wegen der starken Regulierung (sowohl national als auch durch die EU). Wir haben heute quasi Festnetzanschlüsse über mobilen Endgräte und diese sogar oft mit höherer Datenrate als sie es bei klassischem DSL üblich sind.

Gerade durch diese hohe Leistung der Netze etablieren sich auf mobilen Endgeräten Dienste wie Skype, Facebook, WhatsApp, etc. Dies sind alles Anwendungen, mit denen die Entwickler viel Geld machen – am Telekommunikationsanbieter vorbei, welcher dieses Geschäft über sein Netz überhaupt erst ermöglicht. Gleichzeitig verzichtet der Anbieter auf klassische Einnahmen wie z.B. durch SMS.

Ich sage dazu nur eines: mit Tarifen von 25 Euro / Monat lassen sich diese Netze nicht bauen, entstören und weiter entwickeln. Hochverfügbare Netze mit Datenraten von bis zu 100MBit/s je Sektor werden 24/7 überwacht und entstört. Nebenbei will der User immer weniger dafür bezahlen: „Full Flat für 20 Euro, ohne Drosselung natürlich“ Nur: so funktioniert das aber nicht!
Das die Form eines „neutralen Netzes“ schwindet, ist folglich zum Teil auch Schuld der User, die für entsprechnde Leistung auch nicht mehr angemessen bezahlen wollen.

Ich arbete selbst in dieser Branche und bin froh, meinen Job noch nicht in Osteuropa machen zu müssen; wie es bei dem einen oder anderen Anbieter im Mobilfunk bereits üblich ist.

Wir haben also die Wahl: maximaler Preis mit voller Leistung wie es Thomas beschriebt; dann sind wir aber weit von den 25-30€ pro Monat entfernt.
Oder wir machen es weiter billiger, verlagern Arbeitsplätze ins Ausland und sehen zu, wie die Netzquälität nachlassen und der Ausbau der Netze langsamer wird – bei den täglich steigenden Datenaufkommen wäre dies fatal.

Oder aber wir zahlen für eine qualitative Mehrleistung eben auch etwas mehr Geld.

Auf Kommentar antworten
Yoda
20.12.2012 10:33 Uhr

Entschuldigung, aber das ist hanebüchener Unsinn!

Niemand macht hier ein Geschäft an den „Telekommunikationsanbietern“ vorbei, die Telekommunikationsanbieter werden schließlich dafür bezahlt Sprache/Daten zu transportieren (und in im Fall von Daten in der Regel sogar doppelt – sowohl vom Sender als auch vom Empfänger eines IP-Pakets). Nach deiner Logik machen auch z.B. Amazon und Quelle ihr Geschäften an den Paketdiensten vorbei. Den Aufschrei würde ich gerne erleben wenn DHL plötzlich festlegen würde, dass jeder Kunde nur 10 Briefe und 2 Pakete im Monat erhalten darf, mehr nur zeitverzögert oder gegen Aufpreis. Ach ja, und Pakete von Quelle sind gänzlich ausgeschlossen.

Auch das man für 25€/Monat keinen qualitativen hochwertigen Service anbieten können soll, halte ich für mehr als fraglich. Vodafone D2 hat heute mit einem ARPU von weniger als 16€/Monat eine Gewinn-Marge von über 30%. Trotzdem hat die Netz- und Servicequalität in den vergangenen Jahren massiv nachgelassen. Vielleicht fragst Du mal in Newbury nach wo das Geld geblieben ist und wenn Du schon dabei bist, frag gleich nach wie man an die von Jens Schulte-Bockum geforderte 40% Gewinnmarge erreichen möchte. Vielleicht wird Dir dann klar, dass Du die Verantwortung für die Sicherheit deines Arbeitsplatz nicht an den Kunden abschieben kannst (und dass die aktuellen Vodafone-Tarife nichts mit „angemessenen Preisen“ zu tun haben).

Aber all das ändert nichts an dem Grundproblem, dass Vodafone mir eine Leistung verkauft, die sie nicht erbringt, denn was hier als „Internet flat“ verkauft wird, ist weder ein vollwertiger Internetzugang noch ist es eine Flatrate.

@Christian Rapp: Inzwischen sind 21 Tage vergangen. Wo bleibt die versprochene Antwort auf die DPI-Frage (s.o.)?

Michael
12.12.2012 07:23 Uhr

Hallo Herr Rapp,
mich interessiert ja sehr die von Ihnen versprochenen Informationen über die „Deep packt inspection“ – kurz DPI.
Ich gehe mal wohlwollend davon aus das sie noch nicht dazu gekommen sind.
Was ist denn nun damit?
Guckt Vodafone nun in meinen Datenverkehr hinein oder nicht?
Wie genau sehen die Konsequenzen aus wenn ich gegen meinen Vertrag verstosse?
Ich darf bei ihnen kein Instant Messaging nutzen, tue es aber mit Whatsapp trotzdem.
Was kommt da auf mich zu?
Zwangsdrosselung? Strafgebühr? Vertragskündigung?

Auf Kommentar antworten
f wanne
17.12.2012 03:30 Uhr

Also zuerstmal zu den neuen RED Tarifen: Meine Mutter surft mit vielen buten Bilder, Googlemaps… und beansprucht damit das Mobilfunknetz gewlatig. (mehrere 100Mib/Monat) Das kostet sie 10€ und wenn sie über das Limit kommt zahlt sie nochmal 5€ Drauf. Wenn ihr das nicht mehr passt, weil die Netze schneller/billiger geworden sind läd sie im nächsten Monat nicht mehr auf und holt sich einen anderen Tarif. Dass Geht weil sie die Dienste nutzt die Vodafone für gut befindet.
Ich brauche im schnitt pro Monat 50MiB. Dafür lese ich meine Text-RSS-Feeds gerne am großen Bildschirm meines Laptops und nutze gerne IRC/Retroshare… Das dürfte niemanden ausbremsen. Trotzdem müsste ich, wenn ich um ein vernünftiges Netz zu bekommen zu Vodafone wechseln würde dafür 50€ Zahlen. (Und erfahrungsgemäß steht da wider was im Kleingedruckten, das mir eine solche Nutzung verbietet.) Weil ich Dienste nutze, die nicht genehm sind. Natürlich kann man mit genug Geld alles Bekommen. Mit genug Geld könnte ich mir einfach Vodafone kaufen. Und ich bin meine Sorgen los.
Das Problem ist dass die 4 Mobilfunkanbieter mehr oder weniger im Gleichschritt Dienste die ihnen nicht passen verdrängen (Ob dadurch dass jetzt dadurch passiert dass sie die Dienste 10 mal so Teuer machen wie die Konkurrenz oder ganz abschalten ist dabei Wurst.) Vodafone formt das Nutzbare Internet nach eigenem Geschmack (in erster Linie in dem es jede neue Idee unterdrückt, schließlich verdient Vodafone an dem System wie es jetzt ist gut und da will man das so doch beibehalten.) und bezeichnet sich dabei als Dienstleister.
Es geht nicht darum dass, Vodafone für erbrachte Leistungen Geld verlangt, sondern das es enorm viel Geld darin investiert andere Konkurrenten zu unterdrücken. (Und nichts anderes ist es wenn man Datenpakte viel Aufwand nach nicht genehmen Paketen durchsucht.)
Ganz abgesehen von der schon mehrfach angemerkten Sache, dass es Vodafone einfach nichts angeht was ich verschicke. Genau so wenig wie es die die Post was angeht, was ich in das Paket stecke, das ich verschicke.

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S. Becks
29.12.2012 03:28 Uhr

Lieber Christian Rapp.
Noch ein Tag dann ist es so weit und sie haben es dann innerhalb eines Monats nicht geschafft sich über DPI zu informieren. Zusätzlich sollten Sie darüber nachdenken die „Fragen“ der anderen Kommentatoren zu beantworten. Gern auch in Form einer separaten Seite als Zusammenfassung. Dies würde bestimmt nicht nur ich unter Kundenfreundlichkeit verstehen.
Mit freundlichen Grüßen
S. Becks

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Michael Hufelschulte
03.01.2013 09:14 Uhr

Ich weiß, Sie warten noch auf Antworten. Christian Rapp ist derzeit noch in den wohlverdienten Weihnachtsferien und beantwortet die offenen Fragen nach seiner Rückkehr. Ich danke Ihnen für Ihre Geduld.

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Heiner Baltes
08.02.2013 12:22 Uhr

70 Tage und immer noch keine Antwort. Die Qualität dieses Blog erreicht jetzt fast schon das Niveau des Vodafone-Kundenservices. Auch da versucht immer wieder mal Probleme auszusitzen….

Joachim Krotzfleisch
30.01.2013 12:38 Uhr

Ist Herr Rapp denn inzwischen aus dem Weihnachtsurlaub zurückgekehrt und legt Wert auf einen Dialog mit den Nutzern?
Oder gibt es einen Folgebeitrag, der hier nur nicht verlinkt ist?

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Yoda
06.02.2013 11:08 Uhr

Da Christian Rapp wieder in diesem „Blog“ postet, wird er wohl zurück aus dem Urlaub sein. … mit einer Antwort würde ich dennoch nicht rechnen.

Chris
03.04.2013 20:21 Uhr

Leider stimmt die Aussage:
„Nehmen wir diese Tarife in Sachen Instant Messaging, P2P und Voice over IP mal unter die Lupe: Instant Messaging ist in allen Vodafone RED Tarifen für den Kunden inklusive.“ nicht. Denn wie im Vodafone InfoDok 4210 zu lesen müssen Red S Kunden 4,20 € zusätzlich zahlen um diese Freiheit genießen zu dürfen.

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Yoda
16.04.2013 13:30 Uhr

Nur der damit der Thread hier nicht völlig in der Versenkung verschwindet – hier fehlt immer noch die versprochene Rückmeldung von Christian Rapp zum Thema DPI.

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Markus
13.11.2013 16:01 Uhr

Früher als es noch kein Voice over IP gab es einfacherer Strukturen der Handytarife. Heute muß sich der Nutzer zuerst einmal durchsehen, wie das alles ist. Neben den Tarifen werden manche Geräte auch immer technischer, sodaß zwar ein Gerät so viel kann, aber wo das alles steckt weis meist der Nutzer nicht. Zum Teil gibt es auch Tarife, bei dem ein wirrwar entsteht. Natürlich wird angeführt, das Voice over IP kostenlos ist. Was der Nutzer letztlich bezahlt, sollte er zuerst ansehen, bevor er es kauft.

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