Mutter-Kind-Gruppen sind wie Autoquartette: „Größe?“ „56!“, „61!“, „Gewicht?“, „4,6kg!“, „Sticht!“, „Köpfchen halten: Fünf Minuten!“, „Mist!“ Da ich unserem Babysöhnchen diese Art von frühkindlichem Leistungsvergleich ersparen möchte, habe ich mich im Internet bei Mütternetzwerken angemeldet. Ich habe den Eltern.de Newsletter im Abo und bin neuerdings bei den Twittermoms, wobei ich Müttergetwitter zum Thema „Breastfeeding“ in etwa so spannend finde, wie Gespräche über Mastfutteranlagen und ich glaube auch nicht, dass sich durch den Verzehr von magerem Eiweiß und Kalium die Chancen erhöhen, einen Sohn zu zeugen.
Trotzdem: Ich liebe Netzwerke! Etwas Praktischeres, um trotz Kind auf dem Laufenden zu bleiben und mit Leuten Kontakt zu halten, gibt es kaum, außer Kegelclubs vielleicht. Aber Kegeln ist nicht so mein Ding, Facebook dagegen schon. Morgens, bevor ich zur Arbeit gehe, das Babysöhnchen schlummert noch friedlich in der Wiege, tippe ich ein paar Mails, beispielsweise an meine Berliner Redaktionskolleginnen von Miss Tilly, oder ich schaue auf Facebook, was meine Freunde und Bekannten so treiben. Danach schreibe ich Diana noch rasch in ihr Blog, dass ich ihre neuen Zeichnungen grandios finde und vermerke bei Frau Annabell meine Bewertung zum letzten Tatort. Ich frage sie wann wir uns mal treffen sollen, und sie sagt mir, sie würde ihre Termine doodeln dann wetze ich zum Bus. Diesen Beitrag weiterlesen »