Mrz 2012
16

Was Blogger von Unternehmensblogs erwarten. Ergebnisse unseres Runden Tisches.

Erstellt von Christian Rapp
Veröffentlicht in Vodafone | 4 Kommentare

Mit einem Unternehmensblog ist es ja wie mit mancher Ehe: Man startet voller Energie in das gemeinsame Glück. Und nach einer Weile merkt man, dass es einfach nicht mehr so rund läuft. Irgendwie redet man immer mehr aneinander vorbei. Man weiß gar nicht mehr so genau, wozu man eigentlich mal geheiratet hat. Da kann man sich trennen, einen klaren Schnitt machen und ohne Partner/Unternehmensblog weitermachen. Oder man reißt sich zusammen und versucht mal wieder „Pepp“ (sagt man das eigentlich noch??) in die ganze Geschichte zu bringen.

Das beschreibt so ungefähr den Vodafone-internen Stand des Themas Unternehmensblog. Und anlässlich der CeBIT haben wir einen kleinen Kreis von Bloggern eingeladen, um mal grundsätzlich über Unternehmensblogs zu sprechen. Paartherapie sozusagen. Vertreter der Blogosphäre und von Vodafone gemeinsam auf der Couch. Einen ersten Blogbeitrag inklusive Couch-Foto dazu gab es hier schon. Mit etwas mehr Zeit zum Sammeln und Überlegen folgt nun also die Fortsetzung.

Was sind denn nun die Zutaten für einen erfolgreichen Unternehmensblog? In unserer Runde auf der Cebit schien das alles sehr klar:

– Auch in Unternehmensblogs gilt: eine persönliche Note in den Beiträgen muss sein. Bitte keine Pressemitteilungen, keine PR-Sprache. Da waren sich alle in der Runde einig. Und mit Profis wie Robert Basic oder Michael Finger (und all die anderen) hatten wir ja auch leuchtende Beispiele für diesen sehr persönlichen und engagierten Stil vor Ort.

– Unternehmensblogs sind dann gut, wenn sie den Lesern und Kunden auf Augenhöhe begegnen und einen echten Dialog ermöglichen. Wir haben zum Beispiel zu Beginn unseres Treffens über die Frage diskutiert, ob man in einem Unternehmensblog die Leser nun mit „Sie“ oder „Du“ anspricht. Ich hatte den Eindruck, alle anwesenden Blogger waren mit einem „Du“ jederzeit einverstanden, aber wo das „Sie“ zum Thema oder Produkt passt, ist auch das OK. Es gibt halt keine Lösung für alle. Natürlich erschöpft sich das Thema „Augenhöhe“ nicht mit der Frage „Du oder Sie“.  Hierzu zählt auch die Frage, ob der Unternehmensblog seine Leser ernst nimmt und ob er mit ihnen in einen Dialog tritt. Einige der Blogger meinten, dass der Unternehmensblog der einzige Kommunikationskanal ist, in dem das Unternehmen öffentlich im Dialog mit Kunden auftritt (Anrufe in der Kunden-Hotline werden ja nicht veröffentlicht und ich habe bisher noch niemanden gesehen, der seine sehr freundlich formulierte Mahnung bei Facebook gepostet hat) – das fand ich einen interessanten Aspekt, gerade für ein Unternehmen wie Vodafone mit mehreren Millionen Kunden.

– Ein Thema war nie explizit Gegenstand der Diskussion, blitzte an einigen – entscheidenden – Stellen aber immer wieder auf: Authentizität.  Unternehmensblogs müssen authentisch sein.  Daran schloss sich in der Runde meist ein zweiter Aspekt direkt an: Freude am Schreiben. Und das ist gar nicht so trivial! Denn das ist ja der große Unterschied zwischen Unternehmensblogs und „richtigen“ Blogs: Am Ende ist es für die Leute hinter dem Unternehmensblog ein Job und für die meisten Blogger ein Hobby, nicht selten eine Berufung. Das soll nicht heißen, dass man als Unternehmensblogger keinen Spaß bei der Arbeit hat! Die Herausforderung besteht aber eben darin, sich in einer Szene zu bewegen, in der hoch motivierte und engagierte Leute über ihre Lieblingsthemen schreiben. Kaum jemand wird ihnen da groß reinreden. Blogbeiträge, die man halt schreibt, weil man sie schreiben muss – das wird man in den „freien“ Blogs nur sehr, sehr selten finden. In einem Unternehmen ist das naturgemäß anders. Es gibt unter Umständen rechtliche Hürden, es gibt gelegentlich die berühmten „Sachzwänge“,  es gibt hin und wieder unterschiedliche Interessen zwischen Abteilungen und so weiter. Bei diesem Themenkomplex ging es in der Runde besonders hoch her.  Und es war ganz spannend zu sehen, wie hier doch auch zwei Welten aufeinander getroffen sind. Kurzzeitig hatte ich das Gefühl, dass ein Unternehmensblog wohl nie den hohen Ansprüchen der Blogosphäre genügen kann. Kann er aber doch! Und das schöne ist, dass in der Runde auch alle Blogger dieser Meinung waren – wenn auch mit verdammt hohen Anforderungen.

– Ein Erfolgskriterium (und zugegebenermaßen nicht ganz neu) heißt: Unternehmensblogs müssen Kritik zulassen und konstruktiv damit umgehen. Auch das zahlt natürlich auf die Authentizität des ganzen Blogs ein. Wenn man hier den ganz großen Bogen spannen möchte, müsste man wohl sagen: Moderne PR beziehungsweise Kommunikation von Unternehmen allgemein muss mit Kritik offen umgehen. Es wäre mal interessant zu sehen, wie das Aufkommen der Unternehmensblogs auch die PR von Organisationen verändert hat, ob diese ganze „Dialogorientierung“ in der PR nicht auch auf das Aufkommen von Blogs zurückzuführen ist. In unserer Blogger-Runde schien es bei einigen eine regelrechte Aversion gegen PR zu geben („Blogs dürfen nicht aus der PR kommen.“). Wenn man sich die PR aus den sechziger Jahren anschaut, würde ich zustimmen. Aber heute sieht das doch sehr anders aus. Blogs sind Kommunikation und Kommunikation ist PR. Zeitgemäße PR lässt den Blogs ihren Freiraum.

Soweit ein kleiner Einblick in die Diskussion mit Bloggern auf der CeBIT. Spannend war auch die Diskussion, wie man den Erfolg eines Blogs misst. Zu meiner eigenen Überraschung hat wirklich niemand der Blogger auf die Zugriffszahlen verwiesen. Das fand ich wirklich bemerkenswert – besonders aus der Perspektive eines Unternehmensblogs… Für die Weiterentwicklung des Vodafone-Blogs haben wir jede Menge Input mitnehmen können. Und vielleicht kommen wir in dieser oder anderer Runde ja bald mal wieder zusammen.

Abschließend noch zwei griffige Tipps, die jeder beherzigen sollte, der einen Unternehmensblog einrichten möchte oder betreibt:

Unternehmensblogs sollen dabei helfen, dass Kunden und Interessierte das Unternehmen „begreifen“, meinte Sascha Pallenberg.

Gelesen werden Unternehmensblogs, wenn sie mit „Herzblut und Leidenschaft“ geschrieben werden, sagte Robert Basic. Es war auch er, der mit ernster Miene und sehr eindringlich forderte: „Entweder 150% einen Blog betreiben oder gar nicht.“ Wobei ich mir nicht sicher bin, ob er nicht 1500% gesagt hat…

Die Runde haben wir mit einer letzten Frage an die Blogger beschlossen, die wir nun auch euch stellen: Was würdet ihr denn eigentlich gern im Vodafone-Blog mal lesen? Tragt eure Vorschläge einfach in das Kommentarfeld ein. Wir versprechen euch, dass sie in unsere Überlegungen mit einfließen. Und kommt bald mal wieder zurück, in den kommenden Monaten werden wir die Aktion „Pepp“ in Angriff nehmen. Die Paartherapie hat also gewirkt!

Mrz 2012
12

Haben Unternehmensblogs eine Zukunft?

Erstellt von Michael Hufelschulte
Veröffentlicht in Vodafone | Keine Kommentare

Auf der CeBIT stellten wir in diesem Jahr an unserem Stand nicht nur Neuheiten vor. Wir redeten auch über Altes: Den in der Überschrift genannten Blog von Vodafone, für den ich nun diesen Artikel schreibe. Wir wollten der Frage der Überschrift und anderen auf den Grund gehen. Brauchen wir einen? Was wollt Ihr lesen? Was erwartet Ihr? Mein Kollege Christian Rapp vom Berliner ‚Vodafone Institut für Gesellschaft und Kommunikation‘ sagte mir treffend: „Mit einem Unternehmensblog kann es wie in mancher Ehe zugehen: Zu Anfang noch voller Energie merkt man nach einer Weile, dass es einfach nicht mehr so rund läuft.“

Ganz ehrlich: Wir merken das. Und ich bin froh, dass wir diese CeBIT-Runde veranstaltet haben. Nicht nur zur Beantwortung dieser Fragen. Sondern auch, weil es eine sehr gute, sehr angeregte und sehr ergebnisorientierte Runde war. Mehr, als ich mir gewünscht habe.

Robert Basic, Dirk Elsner, Sascha Pallenberg, Marc Schaubs und Jens Scholz waren unserer Einladung gefolgt. Sie brachten zudem Gäste mit, über die ich mich – obwohl persönlich nicht bekannt – sehr gefreut habe: Robert Basic brachte Michael Finger von holzwurm-page.de (ein Blog über Holz) mit und Sascha Pallenberg hatte seine netbooknews.com Mitbloggerin Nicole Scooter dabei. Ohne Nicole in den Schatten stellen zu wollen: Danke Robert für Michael Finger. Mit seinem emotionalisierenden und fachfremden Blick (ist nicht böse gemeint, Michael ;) ) hat er mir und bestimmt auch Christian Rapp und Mavie John von Vodafone neue Einblicke gegeben. Mavie sagte mir später: „So eine fruchtbare, angeregte Diskussion hatte ich einfach noch nicht erlebt. Kritische aber extrem nette und konstruktive Menschen mit einen inneren Antrieb, wo ich mir selbst ein Scheibchen von abschneiden wollte.“

Das haben wir getan. Und um die eingangs gestellte Frage zu beantworten. Der Vodafone Blog hat eine Zukunft. Unsere Aufgabe ist nun das Überdenken und die Neuausrichtung. ‚Mit Herzblut und Leidenschaft schreiben‘ war einer der Ratschläge. Dem gehen wir gerne nach.

Habt Ihr Themen, die Ihr Euch im Vodafone Blog wünscht? Tragt sie einfach in das Kommentarfeld ein. Wir freuen uns über jeden Wunsch, jeden Vorschlag, jede Kritik.

Und jetzt ziehen wir uns zurück und … quatsch, hier geht es erst einmal weiter, es wird tapeziert und gestrichen und demnächst lüften wir den Vorhang. Danke an alle, die uns offen und ehrlich ihr Feedback gegeben haben und geben.

Michael Hufelschulte, Christian Rapp und Mavie John

Der Blogger Round Table auf der CeBIT 2012 (v.l.n.r): Dirk Elsner (http://www.blicklog.com), Michael Finger (http://www.holzwurm-page.de), Michael Hufelschulte (Vodafone Deutschland Blog), Mavie John (Vodafone Deutschland), Sascha Pallenberg und Nicole Scooter (http://www.netbooknews.com), Robert Basic (http://www.robertbasic.de), Jens Scholz (http://www.jensscholz.com), Christian Rapp (http://www.vodafone-institut.de), Marc Schaubs (http://www.techgeek-live.de), Foto: Marc Schaubs

 

 

Mrz 2012
09

V-NEWS: Das Büro ist überall

Erstellt von Michael Hufelschulte
Veröffentlicht in Vodafone | Keine Kommentare

Aus unseren V-NEWS CeBIT-EXTRA 004 von der CeBIT stammt der folgende Artikel: Die Arbeitswelt ändert sich rasant: Home-Office wächst zum Trend, die Videokonferenz ersetzt die Dienstreise, der Aktenschrank hat ausgedient. Unterlagen sind im modernen Büro digital im Unternehmensnetzwerk oder in der Cloud gespeichert – jederzeit und überall können Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter per mobilem Endgerät darauf zurückgreifen. Vodafone zeigt auf der CeBIT Lösungen für die neuen Arbeitswelten aus Sicht der Anwender und aus Sicht der IT-Verantwortlichen, für kleine Firmen, Mittelständler und Großunternehmen.
Der Arbeitsplatz wird mobil
Im Pavilllon 32 reicht ein Blick auf die Wand in der Themenwelt „Büro der Zukunft“. Der gerade in Düsseldorf wachsende Vodafone Campus ist hier abgebildet – ein Bürokomplex mit Vorbildcharakter. Dort gestaltet der Kommunikationskonzern nahezu 1000 Arbeitsplätze flexibel. Mitarbeiter können im Homeoffice arbeiten oder auf Kundenbesuch sein: Sie sind jederzeit mit dem Unternehmen vernetzt und haben Zugriff auf ihre Unterlagen. E-Mails lassen sich per Bürorechner, Handy oder Tablet empfangen und versenden – trotzdem zeigen alle Geräte identisch die elektronische Post. Ebenso springt die Büronummer ganz nach Bedarf zwischen Festnetzgerät und Handy. Bei Gesprächen vom Handy wird die Bürorufnummer auf dem Display des Gesprächspartners gezeigt.
Auch wird der Campus für die Nutzung von NFC-Technik optimiert: Dank einwandfreier und sicherer Authentifizierung kann so das Smartphone die Zufahrt ins Parkhaus erlauben, als Schlüssel für den persönlichen Bürocontainer dienen und Arbeitszeiten oder Reisekosten automatisch notieren und erfassen. Damit wird das Arbeiten der Zukunft noch flexibler, individueller – und dank erhöhter Motivation auch produktiver.

Mrz 2012
08

Die SIM-Karte wird zum Tresor

Erstellt von Michael Hufelschulte
Veröffentlicht in Vodafone | Keine Kommentare

Vodafone setzt auf die SIM. Erstmals installiert der Kommunikationskonzern ein Sicherheitsprogramm auf dem Mobilfunk- Chip. Mit der auf der CeBIT präsentierten Secure SIM wird einerseits der sichere Zugang zu Datennetzwerken ermöglicht, andererseits bildet sie die Grundlage für abhörsicheres Telefonieren und eine Verschlüsselung des E-Mail- und SMS-Verkehrs. Für ihre Entwicklung arbeitete Vodafone mit Giesecke & Devrient zusammen, einem der renommiertesten Spezialisten für digitale Sicherheitslösungen.

Umfassendes Sicherheitskonzept
Eingebettet ist die Secure SIM in ein komplettes Sicherheitskonzept. Dazu gehört etwa der „Secure Login“, der die SIM-Karte zu einem eindeutigen Identitätsnachweis macht und der komplett unabhängig vom Gerät funktioniert. Möchte sich ein Mitarbeiter in ein Unternehmensnetz einwählen, stellt das Kundennetz eine Anfrage an einen Hochsicherheitsserver von Vodafone. Nur wenn die Karte identifiziert und akzeptiert ist, kann der Mitarbeiter via PIN-Eingabe den Datenzugang ins Unternehmen öffnen. Dabei gilt dieselbe Sicherheitsstufe wie bei einem Arbeitsplatz im Unternehmen – aber von jedem Ort der Welt aus.
Desweiteren gehören „Secure Data“ und „Secure Voice“ zum Sicherheitsportfolio. Dank integriertem Kryptoprozessor können erstmals von der SIM-Karte digitale Zertifikate und Schlüssel gespeichert, verwaltet und für Anwendungen zur Verfügung gestellt werden. Damit können nicht nur E-Mails, sondern auch auf dem mobilen Gerät gespeicherte Daten für Unbefugte unleserlich gemacht werden. Sind zwei Telefone jeweils mit Secure SIM ausgerüstet, können so auch SMS verschlüsselt und Ge- spräche abhörsicher gemacht werden. Das macht die Anwendung für alle sicherheitskritischen Unternehmensbereiche sowie für Behörden und andere Institutionen interessant.

Mrz 2012
07

Vollgas bei Vodafone auf der CeBIT

Erstellt von Michael Hufelschulte
Veröffentlicht in Vodafone | Keine Kommentare

Derzeit kommt man an Meldungen von der CeBIT kaum vorbei. Nachrichten, Internet, Zeitungen – alle Medien blicken nach Hannover. Auch wir produzieren in diesem Jahr Informationen für und auf zahlreichen Kommunikations-Kanälen. In unserem Pressebereich findet Ihr alle Informationen konzentriert auf die Vodafone Themen. Und natürlich berichten wir über Twitter und im Blog über Highlights von der Messe. Aus unseren täglichen V-NEWS stammt beispielsweise der folgende Blogbeitrag.

Flügeltür runter, Adrenalin rauf

Rennsportfeeling pur. Der Vodafone Messepavillon – oder genauer der Parkplatz direkt daneben – ist garantiert der lauteste Ort der CeBIT. Quietschende Reifen, dröhnende Motoren und atemberaubende Sportwagen gibt es zu erleben. Und das hautnah: Gäste von Vodafone bekommen Rennanzüge und Helm verpasst und dürfen im McLaren MP4-12C Platz nehmen. Am Steuer des Sportwagens sitzt Formel-1-Pilot Jenson Button. Und der gibt Gas, driftet und lässt die Reifen qualmen. Etwa zwei Minuten später ist die Runde vorbei und kaum ein Beifahrer verlässt das Kohlefaser-Cockpit ohne entrücktes Lächeln.

Johnson Button Superstar

Später erscheint der blonde Brite vom Team Vodafone McLaren Mercedes zur Pressekonferenz, die er nicht nur charmant sondern auch unkonventionell absolviert. Den Anwesenden gilt es, die Situation hinter dem Steuer eines Formel-1-Boliden zu veranschaulichen. Dafür holt Button Freiwillige aus dem Publikum. Einer muss in einer kleinen Badewanne Platz nehmen, ein anderer sich mit einem Föhn heiße Luft ins Gesicht blasen, eine dritte bekommt Kopfhörer mit extralautem Heavy-Metal verpasst. „Nun wissen Sie ungefähr, wie wir uns beim Fahren fühlen“, lacht Button. Jan Geldmacher, Geschäftsführer Firmenkundengeschäft Vodafone, erläutert dann die Vorzüge der Kooperation mit dem Rennstall: „Technologie, die sich in der Formel 1 bewährt hat, ist fit für den digitalen Alltag!“