Jan 2012
11

Der ‘Brotkasten’ lebt auf Smartphones weiter

Erstellt von Michael Hufelschulte
Veröffentlicht in Technisches | Keine Kommentare

Gestern begann in Las Vegas die ‚International CES‘ oder augeschrieben ‚Consumer Electronics Show‘. Ich werfe aber keinen Blick darauf, was es Neues gibt, sondern auf einen runden Geburtstag. 1982, also vor 30 Jahren, stellte eine Firma namens Commodore den ‚C64‘ vor. Der Computer eroberte 12 Jahre lang Kinder- und Jugendzimmer. Jump&Run-Spiele wie ‚Giana Sisters‘, Strategiespiele wie ‚Kaiser‘ oder ‚Point&Click‘ Blockbuster wie ‚Manic Mansion‘ fesselten nicht nur stundenlang an den Joystick und die Tastatur. Sie waren auch wegbereitend für einige Spiele, die heute auf unseren Konsolen laufen.
Selbst im Vergleich mit unseren heutigen Smartphones (ich nehme als Beispiel das Samsung Galaxy Note) scheint es fast abenteuerlich, womit wir uns beim C64 rumgeschlagen haben. Gerade mal 16 Farben und 320×200 Pixel konnte der ‚Brotkasten‘, wie er liebevoll genannt wurde, darstellen. Auf 1280 x 800 Pixel und 16000000 Farben bringt es das Galaxy Note. Bewundernswerterweise schlugen wir uns beim C64 zur Darstellung mit einem Röhrenbildschirm herum, während das Smartphone ein 13 Zentimeter HD Display mit sich bringt. Und während der Computer eine sagenhafte Prozessorleistung von 0,98 MHz aufweisen konnte, rechnet das Telefon mit einem 1,4 GHz Dual-Core Kernstück. Für Laien: Das Telefon ist ca. 1.400 Mal so schnell wie der Computer. Beim Speicher lässt sich nur schwer ein Vergleich ziehen, wurden doch die Daten beim C64 zu Beginn der Ära auf sogenannten Datassetten gespeichert. Bevor ich nun den jüngeren Lesern erkläre, was eine Kassette beziehungsweise eine Datassette ist (in diesen Momenten beginne ich, mich alt zu fühlen…), ziehe ich nur einen Vergleich zu modernen Speicher-Karten, zum Beispiel SD-Karten. Bis zu 1 MB passten auf eine 30 Minuten-Datassette  (Quelle: Wikipedia). Das Galaxy Note bringt 16 GB (!) internen Speicher mit und kann mit weiteren 32 GB per Speicherkarte aufgerüstet werden. Das sind in Summe 48 GB und somit knapp 50.000 Datassetten. Ganz zu schweigen von den Ladezeiten der Daten, die für 1 MB bei einer 30-Minunten-Datassette wohl wie lange benötigte? ;)

Ich komme mit einem Trost, der gleichzeitig ein Tipp für Nostalgiker ist, zum Schluss: Es gibt C64 Emulatoren für Smartphones. Zum Beispiel ‚Frodo‘. Ich selbst hatte Frodo vor einigen Jahren auf meinem Nokia 61i installiert. Im Andoid Market habe ich es wiedergefunden und gleich geladen. Bei Programmen müsst ihr allerdings genau hinschauen. Einige sind kostenlos, für andere haben Unternehmen wie Nintendo die Rechte gekauft und vermarkten sie neu. Wie etwa ‚Giana Sisters‘, das findet Ihr im Market sowohl für Android, als auch für das iPhone. Viel Spaß!

 

Jan 2012
05

WPS-Sicherheitslücke: Mit der EasyBox auf der sicheren Seite

Erstellt von Michael Hufelschulte
Veröffentlicht in Technisches | 4 Kommentare

In der letzten Woche wurde darüber informiert, dass eine WPS-Sicherheitslücke in DSL-Routern diese für Hacker zum leichten Angriffsziel macht. Die gute Nachricht für alle EasyBox Besitzer, die sich Sorgen um ihr Heimnetz machen: Die EasyBox wird ohne eingeschaltete WPS-Funktion und damit sicher vor solchen Hacker-Angriffen ausgeliefert. Erst, wenn die Funktion bewusst aktiviert wird, ist ein Hacker-Angriff möglich. Als Besitzer einer sicheren EasyBox wollte ich trotzdem wissen, was hinter WPS steckt und warum selbst das ‚Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik‘ vor sogenannten Brute-Force-Angriffen gewarnt hat.

Hintergrund WPS

WPS steht für Wi-Fi Protected Setup und vereinfacht das Hinzufügen von Geräten zu einem bestehenden Netzwerk. Über eine PIN-Abfrage (achtstellig) oder per WPS-Taster am Gerät werden alle Sicherheitseinstellungen automatisch vorgenommen.

Hintergrund Brute-Force-Angriffe

Ich erfinde das Rad nicht neu und greife zurück auf die Erklärung von Wikipedia: „Die Brute-Force-Methode (von engl. brute force = rohe Gewalt) […] ist eine Lösungsmethode für Probleme […], die auf dem Ausprobieren aller (oder zumindest vieler) möglichen Fälle beruht.“

Wie die Sicherheitslücke genutzt wird

Bei einem Brute-Force-Angriff machen sich Hacker zunutze, dass der achtstellige PIN-Code des WPS schnell zu knacken ist. Die ersten vier Stellen bekommt ein Hacker schnell raus. Bei grundlagen-computer.de habe ich eine einfache Berechnung gefunden und zitiere: „Die 5. Stelle ist dann auch nicht weit weg, da dies die Prüfsumme der PIN ist. Maximal sind lediglich 11.000 Login-Versuche notwendig, um WPS auszuhebeln.“ Ein WLAN soll so in vier bis zehn Stunden geknackt sein.

Schutz der EasyBox

Falls Ihr die WPS-Funktion an der EasyBox irgendwann mal aktiviert habt und sie nun deaktivieren möchtet, müsst Ihr wie folgt vorgehen:

- Wählt in der Konfigurationsoberfläche das Menü Startseite > WLAN > Verschlüsselung

- Entfernt das Häkchen vor ‚Aktivieren von WPS‘

Dez 2011
29

Datenkracher in der Silvesternacht: 40 Millionen SMS

Erstellt von Michael Hufelschulte
Veröffentlicht in Technisches | 9 Kommentare

Alle Jahre wieder steht überraschend Silvester vor der Tür. Und wie jedes Jahr rüsten sich die Netzbetreiber für diesen Tag. Die Bewältigung der Flut an SMS-, MMS-Glückwünschen und Anrufen zum Jahreswechsel gehört zu unseren Aufgaben wie ein Feuerwerk zu Silvester.In diesem Jahr rechnen wir mit rund 40 Millionen verschickten SMS, vor allem gegen Mitternacht. Gegenüber den Vorjahren wieder eine Steigerung (2009: 35,5 Mio., 2010: 37 Mio.). Wer also meint, soziale Netzwerke ersetzen die SMS, der irrt.

27 Millionen Megabyte gehen durch die Jahreswechsel-SMSs durch das Mobilfunknetz von Vodafone. Das sind 38.571 CDs, die innerhalb weniger Minuten verschickt werden müssen.Vodafone ist auf dieses erhöhte Aufkommen vorbereitet.

130 Techniker überwachen in der Silvesternacht das Vodafone Netz – damit Eure SMS gut und sicher ankommen. Unser Tipp: SMS schon weit vorher senden. Nicht erst kurz vor zwölf, wenn man’s dann doch so gern vergisst. Als GSM-Dinosaurier habe ich erst einmal die gute alte *LATER S# Variante probiert, wobei ‘S’ für eine Stundenanzahl steht. Damit kann man eine SMS vorab schicken, die dann in ‘S’ Stunden ausgeliefert wird. Mit dem iPhone verlief das aber ohne Erfolg, mit einem Nokia Handy hingegen kam die SMS genau eine Stunde später
an. Aber es gibt Apps für so etwas! Welche? Verrate ich morgen beim #FreitAPP, auf jeden Fall noch rechtzeitig vor der wohl letzten Party des Jahres 2011.

 

Nov 2011
25

Was steckt hinter QR-Codes?

Erstellt von Michael Hufelschulte
Veröffentlicht in Apps, Technisches | 7 Kommentare

QR-Codes (QR=Quick Response) finden sich heutzutage überall –auf Werbeplakaten, in Zeitschriften, auf Visitenkarten, auf Produktverpackungen. Die Liste könnte ich noch um viele Beispiele ergänzen. Aber was steckt eigentlich dahinter?

Entwickelt wurden sie bereits 1994 von der japanischen Firma Denso Wave. Bis zu 7.089 Dezimalziffern oder 4.296 alphanumerische Zeichen lassen sich in einem QR-Code unterbringen (Quelle: Wikipedia). Anfangs vereinfachten sie die Logistik und die Zuordnung von Bauteilen bei der Produktion von Automobilen des Toyota Konzerns. Durch eine zweidimensionale Abbildung von schwarzen und weißen Punkten können Lese-Geräte für den Code diesen entziffern. Ähnlich wie bei den Strichcodes an der Kasse im Supermarkt.

Damit QR-Code Leser – also Scanner oder Programme auf Euren SmartPhones – wissen, wie der Code richtig herum zu lesen ist, hat jeder QR-Code größere Quadrate in drei Ecken. Die untere rechte Ecke ist immer ohne dieses Quadrat. Je mehr Informationen im QR-Code untergebracht werden, desto kleiner werden die schwarzen und weißen Punkte oder desto größer sollte der Code abgedruckt werden, damit er gelesen werden kann. Die Fehlertoleranzquote liegt aber bei bis zu 30 Prozent. Im Klartext: Selbst wenn der QR-Code – etwa wegen zu kleiner Darstellung – nur zu 70 Prozent gelesen wird, kann er immer noch fehlerfrei entziffert werden.

Nach dieser etwas längeren Einführung über QR-Codes möchte ich noch eine App vorstellen, die aus meiner Sicht alles leistet, was ein Code Reader können sollte. barcoo liest neben QR-Codes auch Barcodes von Produkten, zeigt Preisvergleiche und Infos an. Aber das ist wieder ein anderes Thema, das ich demnächst aufgreife. Das Einlesen eines QR-Codes ist ganz einfach. Die App bietet einen Suchbereich, in dem der Code angezeigt werden muss. Die Android-Version zeigt darüber hinaus noch einen Strich an (ähnlich des Lasers an Kassensystemen), der die Barcodes erfasst. Bei QR-Codes ist er aber nicht von Bedeutung. Alles Weitere regelt die App. Der Code wird erkannt und je nachdem, ob er Text oder Telefonnummern beinhaltet, wird dies angezeigt. Enthält der Code nur eine URL, wird gleich zum Browser umgeleitet und die Seite wird angezeigt, gegebenenfalls folgen weitere Aktionen. Bei den Vodafone BufferBusters zum Beispiel konnten die gefangenen Monster mithilfe eines QR-Codes abgeliefert werden.

Bei aller Begeisterung weise ich aber auch auf die Risiken hin. Solche Codes können auch Viren mit sich bringen. Kai Biermann von ZEIT ONLINE hat in einem Artikel darüber berichtet. Sicher fühlen kann man sich also nicht, wenn man irgendwo einen QR-Code sieht. Ich scanne grundsätzlich nur QR-Codes von Anbietern, denen ich vertraue.

Wer mit QR-Codes experimentieren und eigene erstellen möchte, dem empfehle ich den KAYWA QR-Code-Generator. Damit lassen sich Texte bis zu 250 Zeichen generieren. Ich selbst habe schon zahlreiche erstellt und auch andere damit begeistert.

Bis nächsten #FreitAPP!

Okt 2011
27

Experten-Tag im Vodafone Kundenforum

Erstellt von Thomas Kuhn
Veröffentlicht in Technisches | 1 Kommentar

Heute ist Expert Day im Vodafone Kundenforum! Unter dem Motto „Smartphones & die neuen SuperFlat Internet Tarife“ stehen wir vom Moderatoren-Team für Eure Fragen zur Verfügung. Von 12 bis 20 Uhr setzen wir alles dran, Euch so schnell wie möglich zu helfen.

Wir freuen uns auf viele interessante und spannende Fragen …schaut doch einfach einmal vorbei. Wir wünschen viel Spaß beim Posten im Vodafone Forum.

Sollten wir Eure Frage heute nicht mehr klären können, dann bekommt Ihr natürlich so schnell wie möglich eine Antwort von uns nachgereicht. Verloren geht nichts, versprochen!