Gestern begann in Las Vegas die ‚International CES‘ oder augeschrieben ‚Consumer Electronics Show‘. Ich werfe aber
keinen Blick darauf, was es Neues gibt, sondern auf einen runden Geburtstag. 1982, also vor 30 Jahren, stellte eine Firma namens Commodore den ‚C64‘ vor. Der Computer eroberte 12 Jahre lang Kinder- und Jugendzimmer. Jump&Run-Spiele wie ‚Giana Sisters‘, Strategiespiele wie ‚Kaiser‘ oder ‚Point&Click‘ Blockbuster wie ‚Manic Mansion‘ fesselten nicht nur stundenlang an den Joystick und die Tastatur. Sie waren auch wegbereitend für einige Spiele, die heute auf unseren Konsolen laufen.
Selbst im Vergleich mit unseren heutigen Smartphones (ich nehme als Beispiel das Samsung Galaxy Note) scheint es fast abenteuerlich, womit wir uns beim C64 rumgeschlagen haben. Gerade mal 16 Farben und 320×200 Pixel konnte der ‚Brotkasten‘, wie er liebevoll genannt wurde, darstellen. Auf 1280 x 800 Pixel und 16000000 Farben bringt es das Galaxy Note. Bewundernswerterweise schlugen wir uns beim C64 zur Darstellung mit einem Röhrenbildschirm herum, während das Smartphone ein 13 Zentimeter HD Display mit sich bringt. Und während der Computer eine sagenhafte Prozessorleistung von 0,98 MHz aufweisen konnte, rechnet das Telefon mit einem 1,4 GHz Dual-Core Kernstück. Für Laien: Das Telefon ist ca. 1.400 Mal so schnell wie der Computer. Beim Speicher lässt sich nur schwer ein Vergleich ziehen, wurden doch die Daten beim C64 zu Beginn der Ära auf sogenannten Datassetten gespeichert. Bevor ich nun den jüngeren Lesern erkläre, was eine Kassette beziehungsweise eine Datassette ist (in diesen Momenten beginne ich, mich alt zu fühlen…), ziehe ich nur einen Vergleich zu modernen Speicher-Karten, zum Beispiel SD-Karten. Bis zu 1 MB passten auf eine 30 Minuten-Datassette (Quelle: Wikipedia). Das Galaxy Note bringt 16 GB (!) internen Speicher mit und kann mit weiteren 32 GB per Speicherkarte aufgerüstet werden. Das sind in Summe 48 GB und somit knapp 50.000 Datassetten. Ganz zu schweigen von den Ladezeiten der Daten, die für 1 MB bei einer 30-Minunten-Datassette wohl wie lange benötigte? ;)
Ich komme mit einem Trost, der gleichzeitig ein Tipp für Nostalgiker ist, zum Schluss: Es gibt C64 Emulatoren für Smartphones. Zum Beispiel ‚Frodo‘. Ich selbst hatte Frodo vor einigen Jahren auf meinem Nokia 61i installiert. Im Andoid Market habe ich es wiedergefunden und gleich geladen. Bei Programmen müsst ihr allerdings genau hinschauen. Einige sind kostenlos, für andere haben Unternehmen wie Nintendo die Rechte gekauft und vermarkten sie neu. Wie etwa ‚Giana Sisters‘, das findet Ihr im Market sowohl für Android, als auch für das iPhone. Viel Spaß!



Nach dieser etwas längeren Einführung über QR-Codes möchte ich noch eine App vorstellen, die aus meiner Sicht alles leistet, was ein Code Reader können sollte. barcoo liest neben QR-Codes auch Barcodes von Produkten, zeigt Preisvergleiche und Infos an. Aber das ist wieder ein anderes Thema, das ich demnächst aufgreife. Das Einlesen eines QR-Codes ist ganz einfach. Die App bietet einen Suchbereich, in dem der Code angezeigt werden muss. Die Android-Version zeigt darüber hinaus noch einen Strich an (ähnlich des Lasers an Kassensystemen), der die Barcodes erfasst. Bei QR-Codes ist er aber nicht von Bedeutung. Alles Weitere regelt die App. Der Code wird erkannt und je nachdem, ob er Text oder Telefonnummern beinhaltet, wird dies angezeigt. Enthält der Code nur eine URL, wird gleich zum Browser umgeleitet und die Seite wird angezeigt, gegebenenfalls folgen weitere Aktionen.
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