QR-Codes (QR=Quick Response) finden sich heutzutage überall –auf Werbeplakaten, in Zeitschriften, auf Visitenkarten, auf Produktverpackungen. Die Liste könnte ich noch um viele Beispiele ergänzen. Aber was steckt eigentlich dahinter?
Entwickelt wurden sie bereits 1994 von der japanischen Firma Denso Wave. Bis zu 7.089 Dezimalziffern oder 4.296 alphanumerische Zeichen lassen sich in einem QR-Code unterbringen (Quelle: Wikipedia). Anfangs vereinfachten sie die Logistik und die Zuordnung von Bauteilen bei der Produktion von Automobilen des Toyota Konzerns. Durch eine zweidimensionale Abbildung von schwarzen und weißen Punkten können Lese-Geräte für den Code diesen entziffern. Ähnlich wie bei den Strichcodes an der Kasse im Supermarkt.
Damit QR-Code Leser – also Scanner oder Programme auf Euren SmartPhones – wissen, wie der Code richtig herum zu lesen ist, hat jeder QR-Code größere Quadrate in drei Ecken. Die untere rechte Ecke ist immer ohne dieses Quadrat. Je mehr Informationen im QR-Code untergebracht werden, desto kleiner werden die schwarzen und weißen Punkte oder desto größer sollte der Code abgedruckt werden, damit er gelesen werden kann. Die Fehlertoleranzquote liegt aber bei bis zu 30 Prozent. Im Klartext: Selbst wenn der QR-Code – etwa wegen zu kleiner Darstellung – nur zu 70 Prozent gelesen wird, kann er immer noch fehlerfrei entziffert werden.
Nach dieser etwas längeren Einführung über QR-Codes möchte ich noch eine App vorstellen, die aus meiner Sicht alles leistet, was ein Code Reader können sollte. barcoo liest neben QR-Codes auch Barcodes von Produkten, zeigt Preisvergleiche und Infos an. Aber das ist wieder ein anderes Thema, das ich demnächst aufgreife. Das Einlesen eines QR-Codes ist ganz einfach. Die App bietet einen Suchbereich, in dem der Code angezeigt werden muss. Die Android-Version zeigt darüber hinaus noch einen Strich an (ähnlich des Lasers an Kassensystemen), der die Barcodes erfasst. Bei QR-Codes ist er aber nicht von Bedeutung. Alles Weitere regelt die App. Der Code wird erkannt und je nachdem, ob er Text oder Telefonnummern beinhaltet, wird dies angezeigt. Enthält der Code nur eine URL, wird gleich zum Browser umgeleitet und die Seite wird angezeigt, gegebenenfalls folgen weitere Aktionen.
Bei den Vodafone BufferBusters zum Beispiel konnten die gefangenen Monster mithilfe eines QR-Codes abgeliefert werden.
Bei aller Begeisterung weise ich aber auch auf die Risiken hin. Solche Codes können auch Viren mit sich bringen. Kai Biermann von ZEIT ONLINE hat in einem Artikel darüber berichtet. Sicher fühlen kann man sich also nicht, wenn man irgendwo einen QR-Code sieht. Ich scanne grundsätzlich nur QR-Codes von Anbietern, denen ich vertraue.
Wer mit QR-Codes experimentieren und eigene erstellen möchte, dem empfehle ich den KAYWA QR-Code-Generator. Damit lassen sich Texte bis zu 250 Zeichen generieren. Ich selbst habe schon zahlreiche erstellt und auch andere damit begeistert.
Bis nächsten #FreitAPP!