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Periscope: die Livestreaming-App für das Business nutzen

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Seit einiger Zeit sind sogenannte Livestreaming-Apps in aller Munde. Mittelfristig durchsetzen im Zweikampf mit dem Vorreiter Meerkat wird sich wohl Periscope. Direkt von Twitter einverleibt, verwenden immer mehr Menschen die App. Erfahren Sie, wie Sie Periscope clever in Ihren Business-Alltag integrieren und als Unternehmen von der App profitieren können. Bedenken Sie dabei aber auch die rechtliche Komponente.

Periscope vs. Meerkat

Seit Ende Februar gibt es im Apple App Store die Anwendung Meerkat. Diese ermöglicht es Ihnen, Livevideos von Ihrem Smartphone aus direkt an alle Ihre Twitter-Follower zu streamen. Innerhalb kürzester Zeit sorgte die Veröffentlichung für eine unglaubliche Welle der Begeisterung. Was von Nutzern und Medien als revolutionäre Innovation gefeiert wurde, war den Machern von Twitter ein Dorn im Auge. Denn Meerkat verdankte seine plötzliche Popularität vor allem der unmittelbaren Verknüpfung mit dem Kurznachrichtendienst. So ist es kein Wunder, dass wenig später bereits eine eigene Livestreaming-App präsentiert wurde. Periscope schoss bis in die Top 30 der App Store Top 100 und somit scheint sich Twitters Investment in Form von bis zu 100 Millionen US-Dollar, die schon im Januar für den Kauf des Startups hingeblättert wurden, schon jetzt auszuzahlen. Die Experten sind sich weitestgehend einig: Periscope wird sich dauerhaft durchsetzen, auch wenn durchaus auch Bedenken bezüglich der generellen Langlebigkeit des Trends kursieren.

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Was Periscope auszeichnet

Bei einem detaillierten Vergleich der beiden Apps fällt auf, dass Periscope mit einer wesentlich schickeren Optik daherkommt. Die kostenlose Anwendung verfügt zudem über eine Replay-Funktion des Livestreams, welche Sie bei Meerkat vergeblich suchen werden. Insbesondere für Kampagnen im Businessbereich ist diese Funktion allerdings besonders nützlich, da die Nutzer dadurch nicht nur live zuschauen, sondern sich die Aufnahmen auch zu einem späteren Zeitpunkt noch ansehen können. Bis zu 24 Stunden nach der Übertragung bleiben die Streams auf den Servern gespeichert. Zudem ist es so, dass die Livevideos bei Periscope direkt in der App angesehen werden können. Beim Konkurrenten ist das Aufrufen der Streams nur über die entsprechenden Links bei Twitter möglich. Selbst gedrehte Videos können Sie jederzeit auf dem eigenen Gerät speichern. Ein weiterer Pluspunkt für Periscope ist, dass Sie neben den aktuellen Zuschauerzahlen auch sehen können, ob die Videos Ihren Nutzern gefallen. Dies wird durch Herzen signalisiert, die aus der unteren Ecke Ihres Bildschirms sprudeln. So können Sie gezielt Strategien entwickeln und anpassen – je nachdem, welche Clips gut bei Ihrem Publikum ankommen.

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Als Unternehmen bei Periscope aktiv werden

Das Tolle an Periscope ist, dass Sie damit noch ein Stückchen näher herankommen an den Kunden. Der wichtigste Faktor bei einem Unternehmensaccount im Social Web ist natürlich Authentizität. Hierin liegt gerade bei einem Livestreamingdienst auch die große Chance. Mit lebendigen, rohen Bewegbildern können Sie sich sympathisch und kundennah präsentieren. So bietet es sich beispielsweise an, den Kunden bei wichtigen Produktpräsentationen oder Events hautnah dabei sein zu lassen. Das kann nicht nur Großunternehmen und mittelständischen Betrieben zu Gute kommen, sondern auch als kleine Firma können Sie durch clevere Aktionen auf sich aufmerksam machen. Für ein besonderes Maß an Interaktivität sorgt dabei die Kommentarfunktion. So können die Zuschauer Ihnen jederzeit Feedback zur laufenden Übertragung geben, auf das Sie direkt eingehen können. Daher bietet sich ein weiteres Einsatzszenario an: der Live-Chat mit einem Ihrer Experten für komplexe Produkte oder Dienstleistungen. Dies bietet eine schnelle und einfache Alternative zu Webinaren.

Damit das alles nicht nur theoretisch klappt, ist natürlich erst einmal nötig, dass sich Periscope weiter verbreitet und mehr Nutzer generiert. Bislang sind Erfolgsstorys rund um die App nämlich noch eher rar gesät. So verfolgten beispielsweise lediglich 180 Fans den ersten Gehversuch des Fußball-Bundesligisten FC Schalke 04. Dennoch planen auch Vereine wie Borussia Mönchengladbach und der 1. FC Köln zukünftig via Periscope Trainingsberichte und Interviews auf direktem Wege den Fans auf ihr iPhone zu schicken. Generell gilt: Es kann nie falsch sein, bei den Pionieren einer neuen Technologie dabei zu sein – notfalls lässt sich der Account immer wieder stilllegen.

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Rechtliche Aspekte beim Livestreaming

Wenn Sie sich dazu entschieden haben, bei Periscope mit Ihrem Betrieb aktiv zu werden, sollten Sie sich unbedingt schon im Vorfeld auch mit den rechtlichen Aspekten des Livestreamings beschäftigen. Schließlich möchten Sie sich nicht unnötigerweise mit einem Gerichtsverfahren aufgrund von Verstößen gegen Datenschutz und Copyright konfrontiert sehen. Ein besonders kritischer Punkt ist die Präsenz fremder Personen im Laufe der Liveübertragung. Während es bei herkömmlichen Videoaufnahmen auch noch reicht, hinterher die aufgenommenen Personen um Erlaub zu fragen, sieht es beim Livestreaming anders aus. Insbesondere, wenn Sie das Material für kommerzielle Zwecke verwenden, wozu bereits ein Posting auf Ihrer Facebook-Seite zählt, ist selbst beim Filmen Fremder in der Öffentlichkeit deren Erlaubnis notwendig. Sie sollten also möglichst vermeiden, dass Unbeteiligte in Ihren Livestreams zu sehen sind, um jeglichen rechtlichen Problemen von vorneherein aus dem Weg zu gehen. Gerade bei spontanen Übertragungen ist das natürlich nicht immer ganz einfach. Auch mögliche Urheberrechtsverletzungen können zum Problem werden. Bei diesem Thema sollte aber ohnehin in jedem Unternehmen ein hohes Maß an Sensibilität bereits vorhanden sein.

Android-Version kommt in Kürze

Ob sich Periscope wirklich auf Dauer durchsetzen wird, kann aktuell noch niemand seriös voraussagen. Eines steht allerdings fest: Sie haben jetzt die Möglichkeit, zu den Vorreitern dieses Trends zu gehören, denn bislang sind es erst verhältnismäßig wenige Firmen, die sich mit den Chancen des Livestreamings auseinandergesetzt haben. Wenn es Ihnen gelingt, mit authentischen Aktionen auf sich aufmerksam zu machen und Ihr positives Image zu unterstreichen, dann kann sich die Anwendung durchaus in Sachen Kundenbindung für Sie auszahlen. Ein kleiner Wermutstropfen für alle Android-Nutzer ist bislang die Tatsache, dass Periscope lediglich für iOS verfügbar ist. An einer Android-Version arbeiten die Entwickler allerdings bereits mit Hochdruck. Was denken Sie – könnte die Livestreaming-App das Zeug zu einem echten Plus für Ihr Business haben?

Fotos: Periscope Presse

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