Springe zur Navigation
banner

Trends von der CeBIT 2013: Vernetzte Mobilität

Beitrag drucken

Deutschland wird ja gern als Autonation bezeichnet. Zurecht, denn hier sind nicht nur einige der größten (und besten) Autobauer der Welt zuhause, sondern hier wird auch die Autowelt der Zukunft vorausgedacht und technisch weiterentwickelt. In letzter Zeit kristallisiert sich immer stärker die digitale Vernetzung zu einem Schlüsselthema. Das mitdenkende Auto wird Wirklichkeit, die Hersteller nutzen dabei Mobilfunktechnik per SIM-Karte und bauen diese direkt ins Cockpit ein – oder nutzen das Smartphone quasi als „ausgelagertes Gehirn“.

SIM-Karten oder Smartphones kommunizieren dabei nahtlos mit der Plattform des Herstellers oder mit anderen Fahrzeugen, übermitteln Daten für den Verkehrsfluss bzw. bieten für den Fahrer angenehme bis lebensrettenden Services, wie z.B. den automatischen Notruf.

Das gesamte Konzept der Vernetzung findet – zumindest derzeit – in meinen Augen seinen Höhepunkt bei den Car-Sharing-Angeboten, wie sie derzeit von einer ganzen Reihe von Unternehmen lanciert werden. Vodafone arbeitet hier mit DriveNow zusammen – und hat für seine M2M-Lösung jüngst mit dem “Global Mobile Award 2013″ in der Kategorie ‘Bestes mobiles Produkt für Automobile’ ausgezeichnet, dem Oscar der Mobilfunkbranche (die Kollegen im DriveNow-Blog haben darüber berichtet).

Vernetzung und Mobilität klingt nun nicht gerade sehr spannend. Aber wenn man sich mal genauer anschaut, was durch vernetzte Fahrzeuge  möglich wird, wird der Nutzen ganz schnell deutlich. Derzeit sind  etwa zehn Prozent der 12.500 Autobahn-Kilometer mit Tools der intelligenten Verkehrssteuerung ausgestattet: Wechselverkehrszeichen, die an Verkehrsdichte, Straßenbeschaffenheit und Wetter gekoppelt sind, oder die freiwillige Freigabe von Seitenstreifen. Diese Technik kann zwischen zehn und 25 Prozent die Kapazität von Autobahnen erhöhen – und sie basiert auf Telematik-Systeme, die sich aus den Informationen miteinander vernetzter Fahrzeuge speist (Zahlen und Infos stammen aus dem Jahresbericht 2012 der Verbandes der Automobilindustrie).

Eine besondere Form von Vernetzung ist der „E-Call“, der sich derzeit europaweit in Diskussion befindet. Im Falle eines Unfalls meldet das Auto über eine integrierte SIM-Karte einen Crash direkt an die Rettungsleitstelle. Und nicht nur das: Dank LTE kann jeder Rettungswagen künftig zur mobilen Notaufnahme werden. Schon auf der Fahrt zur Klinik können sich die Notärzte mit Experten in Krankenhäusern per Videokonferenz austauschen, Untersuchungsergebnisse oder Röntgenbilder übermitteln. Mobilfunktechnologie kann hier also in einem sehr wörtlichen Sinne des Wortes Leben retten.

Zum Schluss möchte ich aber doch noch einmal auf das Thema Car-Sharing eingehen. Wie bereits gesagt: DriveNow koppelt seinen Fuhrpark direkt mit dem Netz von Vodafone – und kann damit auf teure, feste Fahrzeugstationen verzichten. Stattdessen parken die Autos flexibel im öffentlichen Raum – zum Vorteil der Kunden. Per Smartphone oder PC lokalisieren und reservieren sie stets das Fahrzeug in ihrer Nähe. Der Einstieg ins Auto selbst wird ebenfalls online erfasst. Ich nutze DriveNow und bin immer wieder überrascht, dass mich der Wagen jedes Mal mit Namen begrüsst. Der dafür nötige Datenaustausch findet über eine Machine-to-Machine Lösung (M2M) von Vodafone statt.

Bei DriveNow gibt es weitere Ideen, die das Auto-Teilen attraktiv machen: “Schon bald werden DriveNow-Nutzer mit ihrer ID in Parkhäuser einfahren können, Elektrofahrzeuge werden automatisch den Ladestrom bezahlen und die Einbindung mobiler Bezahlverfahren wird die Abrechnung mit DriveNow einfacher und das Carsharing noch flexibler machen. Auch hierbei wird uns Vodafone unterstützen”, sagt Nico Gabriel, gemeinsam mit Dr. Andreas Schaaf Geschäftsführer bei DriveNow. Zukünftig sollen Nutzer mit ihrem Smartphone und weiterentwickelter App in der Lage sein, sich komplizierte Wege berechnen zu lassen und die optimale Route abzurufen. “Die schnellste Verbindung kann übers Leihfahrrad zum nächsten DriveNow-Auto führen, mit dem man den Bahnhof ansteuert, von wo aus es weiter in die nächste Stadt geht”, so Schaaf. Die Firma kooperiert bereits mit dem Fahrradverleihsystem Nextbike sowie der Düsseldorfer Rheinbahn, den Kölner Verkehrsbetrieben und den Berliner Verkehrsbetrieben. Je nach Fahrtziel sowie -dauer und Gegebenheit soll perspektivisch das ideale Verkehrsmittel angeboten werden. Car-Sharing wird damit zum Free-Floating-Carsharing und damit ein wichtiger Baustein für ein wirklich umfassendes Mobilitätskonzept der Zukunft – vor allem in verkehrsreichen Großstädten. Und wer macht es möglich? Die Vernetzung via Mobilfunk und M2M-Kommunikation von Vodafone. Und offensichtlich stehen wir erst am Anfang!

Einen Kommentar hinterlassen * sind Pflichtfelder


neun + = 10