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Panel auf der CeBIT mit Bloggern: Wie entwickelt sich das Teilen?

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Hoher Besuch auch gestern bei uns auf der CeBIT. Rund 50 Bloggerinnen und Blogger, Social Media-Geeks und Onliner folgten unserer Einladung zu einer exklusiven Panel Veranstaltung, bei der die Teilnehmer über die “Shareconomy”, dem Leitthema der diesjährigen CeBIT, diskutierten. Die vier Teilnehmer des Panels waren:

- Sascha Pallenberg, Techblogger, Mobilegeeks.de
- Christian Rapp, Vodafone Institut für Gesellschaft und Kommunikation
- Michael Fischer, Pressesprecher und Blogger DriveNow, drive-now.com
- Moritz Avenarius, Berater und Coach, zukunftslotse.de

Vodafone Panel auf der CeBIT 2013Die Moderation übernahm Robert Basic von buzzriders.com. Robert bat zu Beginn die “Penalisten” um ihre These zum Thema Shareconomy und begann bei Christian Rapp vom Vodafone Institut. Für ihn ist das wichtigste Gut für Unternehmen in der Zukunft das Vertrauen der Kunden. Nur damit gelinge es, Kunden für neue Sharing-Angebote zu gewinnen. Vodafone begeistere die Mitarbeiter für das Thema Sharing am neuen Vodafone Campus, wo physisch vorhandene Arbeitsplätze geteilt werden und Mitarbeiter dort arbeiten können, wo es die Flexibilität zulasse – auch zu Hause oder im Café.

Vodafone Panel auf der CeBIT 2013Der “Zukunftslotse” Moritz Avenarius stellte die – sicherlich auch mit einem kalkulierten Maß an Provokation versehene – These auf, dass in 20 Jahren nur noch 20 Prozent unserer Konsumgüter gekauft werden, der Rest würde getauscht oder geteilt. Gleich zu Beginn der Veranstaltung machte er dabei deutlich, dass dies auch volkswirtschaftliche Auswirkungen haben würde, zum Beispiel geringere Steuereinnahmen. “Derjenige, der dabei draußen bleibt, ist der Vater Staat.” sagt der Berater und ergänzt als Frage an die Politik: “Habt Ihr das auf dem Schirm?”. Ein aus meiner Sicht guter Hinweis kam an dieser Stelle aus dem Publikum. Auch die Versicherungen müssen umdenken. Wenn teure Digitalkameras zukünftig über Tauschbörsen verliehen werden, müssen vielleicht neue Versicherungsprodukte angeboten werden.

Vodafone Panel auf der CeBIT 2013Michael Fischer vom CarSharing Dienst DriveNow stellte die These auf, dass sich bis 2020 eine Million Menschen in Deutschland am CarSharing beteiligen. Begünstigt wird dies unter Umständen durch neue Regeln wie zum Beispiel die Beschränkung des Innenstadtverkehrs in London für Privatfahrzeuge, so der DriveNow Pressesprecher. Und gerade da sieht er den größten Bedarf, denn in den Innenstädten sei der Anteil derer ohne eigenes Auto und damit der Bedarf nach einem motorisierten Untersatz “On Demand” größer. Der Nachfrage von Robert, ob Angebote von DriveNow nicht doch nur Marketinginstrumente der Autoherstellen sind, widersprach Michael Fischer energisch. Vielmehr sind sie Teil eines ganzheitlichen Mobilitätskonzeptes. Der große Erfolg von DriveNow (und anderer Anbieter in diesem Segment) hat sicherlich auch damit zu tun, dass man das Thema Car-Sharing aus der reinen Umwelt- und Nachhaltigkeitsecke herausgeholt hat und es nun auch als ein Lifestyle-Produkt positioniert.

Vodafone Panel auf der CeBIT 2013Der Techblogger Sascha Pallenberg lebt seit 2006 nicht mehr in Deutschland. Während seiner drei Jahre in den USA und seit vier Jahren in Taiwan lebend machte er in unterschiedlichen Kulturen Erfahrungen mit der Shareconomy und anderen “buzzwords”, sagte er. Seine These: Shareconomy sei für ihn eine reine Namensfindung für die CeBIT und lediglich das neueste Buzzword für etwas, das es schon lange gäbe. Shared Economy habe ihren Ursprung schon in alten Tauschgeschäften vor tausenden von Jahren. Viele Sharing Angebote sind für den Blogger aber – so wie sie heute sind – auf Dauer schwer umsetzbar. Vodafone Panel auf der CeBIT 2013Der Kunde möchte – trotz Sharing – individuelles vorfinden. Pallenberg kann sich zum Beispiel in einer gar nicht all zu fernen Zukunft vorstellen, dass geteilte Autos das Interieur – Farben, Einstellungen etc. – wechseln. Und auch bei der Software-Entwicklung führt Sascha an, dass bereits seit Jahren bei der Entwicklung von Betriebssystemen Wissen und Infrastruktur geteilt wird – das erfolgreichste Betriebssystem der Welt Android sei das beste Bespiel. Ein großes Potential zum Teilen bringen aus Saschas’ Sicht 3D-Drucker mit. Er könne sich sogar vorstellen, auf Garagen-großen Geräten zukünfitg sogar Sofas auszudrucken, sagte der er mit einem Schmunzeln.

Vodafone Panel auf der CeBIT 2013Am Ende der Diskussion kamen von allen Teilnehmern aus meiner Sicht wichtige Zusammenfassungen und Rückschlüsse, die ich hier in Kurzform summiere:

  • Ein gut funktionierendes Shareconomy-System für die Bevölkerung, in dem vom Taxi bis zur Cola im Supermarkt alles bezahlt werden kann, benötigt eine gute Infrastruktur.
  • Sich für viele Dienste anmelden zu müssen, ist nicht kundenfreundlich.
  • Sharing Angebote werden sich zuerst in den Metropolen durchsetzen.

Aber nicht nur das. Auch die Zuschauer nutzten die Gelegenheit, am Ende noch einmal Fragen zu stellen und sich in die Diskussion einzubringen. In lockerer Atmosphäre unserer CeBIT Lounge konnten sie sich auch im Anschluss an die Diskussion direkt mit den Panel Teilnehmern austauschen.

Als Special Guest mischte sich dann auch ein Gast aus Großbritannien von der Vodafone Group unter die Blogger und Onliner. Er zeigte exklusiv die VoucherCloud von Vodafone auf seinem Smartphone. Mehr wollen wir an diese Stelle noch nicht verraten, werden das Thema aber hier im Blog Ende des Monats bereits erneut aufgreifen.

Im Verlauf dieses Beitrages habe ich schon auf spannende Fragen aus dem Publikum hingewiesen. Spannende Tweets mit dem Hashtag #vfpanel gab es während der Veranstaltung natürlich auch, hier eine Auswahl und Auswertung auf tweetarchivist.com.

Twitter_RehaugeWTwitter_lojanna Twitter_David_Philippe Twitter_fhohenauer Twitter_herr_e_aus_B Twitter_kehrseite Twitter_HRGajek

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ich möchte mit meiner eigenen These zur Shareconomy abschließen: Shareconomy kann den Energiemarkt revolutionieren und entscheidend sein, wenn es um Energiesparen und den sinnvollen Einsatz von Ressourcen geht. Jedes Gut, das wir teilen, trägt zur Einsparung von Energien bei. Und ich stimme Sascha Pallenberg zu: Shareconomy ist ein Buzzword, wenn man den Begriff sehr allgemein definiert. Im Grunde gehören dann auch Charterflüge oder generell Massentransportmittel zur Shareconomy. Man kann den Begriff aber auch etwas enger definieren. Heute wird zum Beispiel der Chef des Branchenverbandes Bitkom in den VDI Nachrichten mit folgendem Definitionsversuch zitiert: „Die Shareconomy ist Teilen von digitalen Inhalten, physischen Gütern und die Beteiligung an kommerziellen oder sozialen Projekten.“ Shareconomy hat also viele Gesichter in der digitalen Gesellschaft. Und das wird in den kommenden zehn Jahren richtig spannend, glaube ich.

Dankeschön an alle, die beim Vodafone Panel dabei waren. Und vielleicht bis zum nächsten Mal!

2 Kommentare

  1. [...] Onliner das Thema Shareconomy, darunter bekannte Blogger wie Robert Basic und Sascha Pallenberg (Zusammenfassung hier). Voucher Cloud nutzte die Veranstaltung, um einen ersten exklusiven Blick auf die im Frühjahr [...]

  2. [...] Rund 50 Bloggerinnen und Blogger, Social Media-Geeks und Onliner folgten unserer Einladung zu einer Panel-Veranstaltung, bei der die Teilnehmer über die “Shareconomy”, dem Leitthema der diesjährigen CeBIT, diskutierten. Den Bericht dazu gibt es hier. [...]

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