Sep 2011
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USB aus der Wand (Unterputz)

Erstellt von Martin Mueller Vodafone
Veröffentlicht in Neues, Technisches

Es gibt viele Möglichkeiten, Smartphone-Nutzer zu kategorisieren, zum Beispiel nach der von ihnen verwendeten Plattform.

USB SteckdoseGeht es um das Laden von Handys, gibt es genau zwei verschiedene Schubladen, in die sich Handybesitzer stecken lassen: Diejenigen, die das Ladegerät immer in der Steckdose lassen (Typ 1) und diejenigen, die das Ladegerät mit Beendigung des Ladevorgangs nicht nur vom Handy, sondern auch von der Steckdose trennen (Typ 2).

Typ 1 sieht sich zuweilen mit Gewissensbissen wegen unnötiger Strom- und damit Ressourcenverschwendung konfrontiert. So ein Ladegerät verbraucht ohne Handy an der Strippe immerhin noch zwischen 0,5 und 2 Watt. Das macht zwar noch keinen Atomreaktor überflüssig, der Stromverbrauch summiert sich aber: In 1.000 Stunden bei einem Watt wird eine Kilowattstunde verbraucht. Ein Jahr hat 8760 Stunden. Macht also 8,76 KW/h. Immerhin 2 Euro pro Jahr.
Typ 2 hingegen hat zwar ein ruhigeres Gewissen, regt sich aber öfter auf: Sobald das Smartphone meldet „bitte Aufladen“, geht die Suche los: „Wo hab’ ich nur das verdammte Netzteil hingetan?“ Ich spreche aus Erfahrung.

Dank der Vereinheitlichung der Ladegeräte kann ich mittlerweile in solchen Situationen wenigstens das Netzteil vom Diensthandy nutzen oder Notfalls beim Nachbarn klingeln. Dennoch herrscht stets Mangel bei mir. Mit Handyladegeräten ist es wie mit Socken in der Waschmaschine: Sie verschwinden einfach und werden nie mehr gesehen.

Umso interessanter ist eine Neuheit, auf die ich durch Zufall entdeckt habe. Eine USB-Unterputzsteckdose - vom Hersteller ganz zielgruppenaffin bei Youtube beworben. Eine gute Idee. Ich installiere neben den herkömmlichen230 Volt einfach ein neues 5 Volt-Heimnetz für Smartphone, Digitalkamera und Navi. Dank der Fülle an USB-Gadgets kann ich auch viele weitere wichtige Alltagsutensilien wie Tassenwärmer und Heizdecke an die USB-Steckdose anschließen. Eine tolle Vorstellung, so ein 5 Volt-Netz für daheim – bis ich mir bei leerem Akku die Frage stelle: „Wo ist das verdammte USB-auf-MicroUSB-Kabel?“

3 Responses to “USB aus der Wand (Unterputz)”

  1. 1
    Molly Says:

    Eine echt gute Idee!!!

    Ich habe einen Tassenwärmer im Arbeitszimmer, eine Heizdecke – meist im Wohnzimmer gebraucht und mein Handy lade ich meistens im Schlafzimmer auf…

    Gleich Morgen bestelle ich nen Handwerker und lasse diverse 5 Volt Leitungen legen. Das bissl schlitzekloppen, verputzen, tapezieren und streichen ist ja innerhalb 2-3 Wochen vollzogen. Kernsanieren kann er dann auch gleich nebenbei… Hm, könnte ein vierstelliger Betrag werden. Habt Ihr auch noch Tipps zu günstigen Handwerkern am Start?

    Yeah! Ich spare 2 Euro pro Jahr.
    Ausgehend von 1000 Euro Kosten hat sich doch das Ganze bereits nach 500 Jahren ausbezahlt! Meine Ur Ur Ur Ur Enkel profitieren dann von meinem beispielhaften und nachhaltigen Vorgehen.
    Vorausgesetzt das Haus steht dann noch. USB wird es auch in 500 Jahren noch sicher geben… ist ja schon soo alt und immernoch hip!

    Echt ein Knaller, die Idee!

    PS: Wo gibts eigentlich Konverter für meine Heizdecke von 220V Schuko auf 5V USB?

  2. 2
    mevaleo Says:

    Ich finde die Lösung der fest-eingebauten USB-Steckdose sehr gelungen. Natürlich eher interessant bei einer Neurenovierung oder beim Neubau. Die Nachrüstung in einem bestehenden Haus / Wohnung ist wohl tatsächlich zu aufwändig. Das Problem mit den verlegten Ladegeräten kenne ich nur zu gut!

  3. 3
    Hakiga Says:

    Klar hätte ich gerne überall eine USB-Steckdose. Aber mal abgesehen von den Kosten, die “Molly” anspricht, ist das nicht eine gruselige Energieverschwendung. Irgendwo muss dann ja immer ein Trafo samt Gleichrichter mitlaufen, um die USB-Dose zu bedienen.
    Laut Datenblatt vom Hersteller benötigt die Installation “Leistungsaufnahme im Standby ca. 75 mW”. Das klingt nicht viel, aber nach meinem Physikgrundkurs sind das im Jahr 0,075 Watt * 24h * 365= 657 Wh = 0,657 kWh. Da wird mancher sagen, ok – 20Cent, was ist das schon, aber es geht ja bekanntlich um die Masse. Davon hätte man auch schon ein Mittagessen kochen können.

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