Es war viel los diese Woche, vor Eröffnung der IFA und zur Eröffnung der Connected Lounge. Da blieb kaum Zeit zu bloggen. Das wollen wir aber nachholen.
LTE und Connected Home standen am 31.08. im Mittelpunkt der zweiten Podiumsdiskussion in der Vodafone Connected Lounge. Angesicht der zukunftsträchtigen Themen hätte die Runde der Referenten wohl kaum besser besetzt sein können: Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur, Prof. Dr. Jo Groebel, Direktor des Deutschen Digital Instituts und Prof. Dr. Gerhard Fettweis, Vodafone Chair Mobile Communications System, TU Dresden, gaben Ein- und Ausblicke auf Entwicklungen, Chancen und die Netzabdeckung in Deutschland. Die Moderation des Abends übernahm Sven Afhüppe vom Handelsblatt.
Bereits nach kurzer Diskussion wurde deutlich: Die Einführung des Mobilfunkstandards LTE ist ein riesiger Schritt nach vorne aber auch Verpflichtung für die Anbieter. Matthias Kurth wies auf die Notwendigkeit hin, eine möglichst große Netzabdeckung in Deutschland zu gewährleisten und gleichzeitig die Wirtschaftlichkeit des neuen Standards zu wahren. Auch Prof. Dr. Jo Groebel sieht die Notwendigkeit, regionale „digitale Klüfte“ zu überwinden, zeigte sich aber weniger optimistisch als der Präsident der Bundesnetzagentur. Er wies auf die „Leap-Frog“-Entwicklung hin: Nämlich die Überflügelung von gut abgedeckten Regionen durch ehemals nicht oder nur schlecht erschlossene Gegenden. Gerade hier lägen die größten Chancen und Entwicklungspotentiale.
Prof. Dr. Gerhard Fettweis wies außerdem auf einen weiteren wichtigen Schritt hin: Nicht nur Menschen vernetzen sich zukünftig, sondern auch Dinge. Vodafone Connected Home sei bereits jetzt ein Ausblick auf den „Austausch von Sensoren“.
Insbesondere die Vernetzungsaspekte, die über das Entertainmentsegment hinausgehen, wurden durch die drei Diskutanten hervorgehoben. Stichwort war hier vor allem der Bereich Gesundheit und Vorsorge. Hier lägen für den Einzelnen und die Allgemeinheit große Potentiale, die Vernetzung erst möglich mache. Notwendig sei aber auch, in Gesellschaft und Politik die Voraussetzungen zu schaffen, um das Thema differenziert und unvoreingenommen diskutieren zu können.
Zum Abschluss der Diskussion waren sich die Podiumsmitglieder einig. Auf die Frage des Moderators Sven Afhüppe, ob es nicht notwendig sei, aufgrund der zunehmenden medialen Reizüberflutung ab und zu „offline“ zu sein, wurde einhellig geantwortet: Inwieweit man sich durch ein großes Angebot vereinnahmen lässt, ist der jeweiligen Einzelperson überlassen. Prof. Fettweis machte hier besonders deutlich: Neuen Technologien müsse man zunächst einmal sehr offen gegenüberstehen, um dann individuell zu entscheiden, ob man persönlich davon profitiere.
Die nächste Podiumsdiskussion in der Vodafone Connected Lounge findet am 7.9.2010 um 12:00 Uhr statt – mit Thomas Willemeit, einem Partner des weltbekannten Architektur-Büros „Graft“ über die Frage der Integration neuer Medien in die Architektur. Interessierte können sich gerne unter anmeldung@connected-lounge.de registrieren lassen.









