Neulich klärten mich meine technisch versierten Kollegen darüber auf, dass es sich bei H.264 um keinen neuen Grippevirus handelt, vor dem man sich in acht nehmen muss. Dank H.264 kann ich mir Videos in bester Qualität anschauen. H.264 verbessert die Kompression von Videos gegenüber dem MPEG-Standard („Moving Picture Experts Group“) noch einmal deutlich. Ergebnis: Videos werden bei besserer Qualität noch kleiner in ihrer Dateigröße und lassen sich so schneller übertragen. Egal ob es sich dabei um Videos bei YouTube, der Vodafone Videothek, aktuelle Blockbuster und natürlich auch meine selbstgemachten Filmchen handelt.
Auf den Punkt gebracht: Der Videokodierstandard erhöht die Geschwindigkeit der Bildübertragung um das Zwei- bis Dreifache und ermöglicht so ruckelfreie und brillante Bilder im Digitalfernsehen, im Internet oder auf dem Handy. Vereinfacht dargestellt, funktioniert das Verfahren so, dass von jedem Bild nur die Teile gespeichert und übertragen werden, die sich von Bild zu Bild verändern.
Wissenswert ist, wie ich finde, dass dieses Verfahren Prof. Dr. Thomas Wiegand mit seinem Team entwickelt hat. Die Vodafone Stiftung für Forschung verlieh dem Wissenschaftler, darum im Juli den mit 25.000 Euro dotierten Vodafone Innovationspreis 2009. In den USA hatte Wiegand, der an der Technischen Universität Berlin sowie am Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut arbeitet, bereits den begehrten Filmpreis „Emmy“ in der Kategorie Technik erhalten. Der Videokodierstandard H.264 ermöglicht erste Multimedia-Anwendungen, die auf dem Streaming qualitativ hochwertiger und kompakter Bewegtbilder über das Web basieren. Von dem Verfahren profitiert besonders die drahtlose Übertragung.









August 31st, 2009 at 3:45 pm
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September 2nd, 2009 at 11:08 am
Richtig. Und damit man H.264 Videos künftig nicht nur am Handy, sondern auch am Notebook (mit ohnehin bezahltem Datenvolumen) anschauen darf, zockt einen Vodafone erstmal mit zusätzlichen Kosten zwischen 10 und 30 Euro ab…