Viele Internet Nutzer sind nicht nur in einem Social Network angemeldet, sondern haben oftmals mehrere Accounts und unterschiedliche Kontakte in verschiedenen Diensten. Möchte man schnell mal mobil nachschauen oder Kommentare abgeben, wechselt man in die entsprechende Anwendung oder meldet sich bei noch einem weiteren Dienst an, der alles zusammenführt.
Das geht an einer Stelle mit der Vodafone Update App: es werden die Grundfunktionen der Dienste Twitter, Facebook und MySpace in einer mobilen Applikation integriert. Dabei haben wir Wert gelegt auf eine möglichst einfache und reduzierte Benutzer-Oberfläche der wichtigsten Features, die für die tägliche Nutzung notwendig sind. Integriert ist beispielsweise eine Anbindung an Twitpic, um direkt Fotos publizieren zu können.
Die Vodafone Update App ist kostenlos im Android Market erhältlich. Auch für den Blackberry Bold und Curve unter vodafone.de/update.









Juli 23rd, 2009 at 10:06 am
Meiner Ansicht nach ist die Applikation so gerade in Ordnung, aber unausgereift. Die von euch selbst gelobte Benutzeroberfläche halte ich dabei jedoch für den größten Schwachpunkt: Die Symbole sind zu klein, es fehlt jegliches Nutzerfeedback, wenn man einen Button oder Link anklickt, und um einen Link innerhalb einer Nachricht aufzurufen, muss ich mir diese Nachricht erst einzeln anzeigen lassen.
Meine gesammelten Erfahrungen hatte ich schon letzte Woche aufgeschrieben, übrigens auf Bitte von Nico Lumma in meinen Kommentaren: http://blogs.23.nu/bubbleboy/2009/07/kurz-reingeklickt-vodafone-update-fur-android/.
Letztlich finde ich eine solche Applikation aber deutlich zu kurz gesprungen. Ich finde, Vodafone müsste sich als selbst proklamierter Partner der aktiven Netzgemeinde deutlich mehr und deutlich tiefer engagieren, als so eine Applikation zur Verfügung zu stellen. Ein erster, kleiner und fast kostenloser Schritt wäre zum Beispiel, diese Applikation in die Public Domain zu geben und ihren Sourcecode öffentlich zu machen.
Juli 23rd, 2009 at 10:09 am
die app ist gar nicht schlecht, nur leider fehlen möglichkeiten wie:
* twitter: verfolgen des threads
* facebook: kommentieren eines status
* facebook: link aus einem status zur fb-seite
* im hintergrund auf updates prüfen (mentions/dm)
wär toll, wenn das irgendwann kommen würde… :)
Juli 23rd, 2009 at 5:15 pm
@surfguard
Ich kann Deine Kritik nicht nachvollziehen. Diese App ist doch nicht “zu kurz gesprungen”: sie ist die erste Mobile-App, die die drei beliebtesten Social Networks synchronisieren kann – weltweit! Oder kennst Du eine Andere die das kann?
Es steht außer Frage, dass die App noch nicht perfekt ist.
Bei TweetDeck bspw. schlagen Account-Registrierungen bis heute regelmäßig fehl und ich höre niemanden meckern!? Warum?, weil der Dienst kostenlos ist und unser Leben vereinfacht.
Irgendwie eine typische Reaktion für die deutsche Web2.0-Gemeinde: hätte Vodafone eine App bauen lassen, die bestehende Dienste kopiert, wäre das Geschrei um die mangelnde Innovationskraft groß. Jetzt ist die App genau das Gegenteil und Du haust genauso drauf… Was stellst Du Dir denn bitte vor???
Ich poste, wenn ich mit einem Android-Phone unterwegs bin, weiter über die App! Wenn sie in der nächsten Zeit dabei noch Benutzerfreundlicher wird, freue ich mich.
Felix
Juli 23rd, 2009 at 7:13 pm
@Felix: Bitte lies den Artikel in meinem Blog, da findest du deine Fragen beantwortet und auch deine Bitte um Lob für das Alleinstellungsmerkmal der Applikation befriedigt.
“Innovationskraft” ist aber vielleicht doch ein zu großes Wort für eine Applikation, die etwas offensichtlich Notwendiges bietet – auch wenn es das vorher so noch nicht gibt. (Wenigstens nicht ohne Registrierung.)
Ich kann aber aus der eigenen Erfahrung mit der Applikation berichten, dass sie mich nicht davon überzeugt, sie anstelle von Twidroid und der Facebook-Website zu nutzen. Dafür ist sie mir noch nicht gut genug, der Funktionsumfang noch nicht ausreichend.
Und grundsätzlich: Wenn diese Applikation von einem freien Developer käme, würde ich nix sagen, die Applikation aber auch nicht nutzen. Wenn dieses Produkt aber das bislang erste und einzige ist, mit dem Vodafone den Anspruch einer millionenschwere Imagekampagne manifestiert, dann messe ich sie an diesem Anspruch und sage: Naja.
Juli 23rd, 2009 at 9:26 pm
@surfguard:
Blogbeitrag gelesen, ganz schön ausführlich für mal kurz reingeklickt ;-).
Innovation ist nicht mit Invention (und den daran geknüpften Voraussetzungen) gleichzusetzen. Aus Kundensicht ist der gebündelte Funktionsumfang absolut innovativ! Das tut hier aber nichts weiter zur Sache.
Wenn Du wirklich lieber zwei (für MySpace-Nutzer wären es drei) separate Clients ansteuerst um Deine Updates zu schreiben, dann bist Du auf dieser Welt wohl recht alleine mit Deiner Auffassung. Ich finde es großartig eine App zu haben, die es mir ermöglicht Status Updates unterwegs – aus eben nur dieser einen App – zu lesen und zu schreiben. Wenn ich die volle Facebook-Funktion brauche, nutze ich Facebook.
Deshalb wieder die Frage: Hast Du schon einmal ein Mashup gesehen, dass den vollständigen Funktionsumfang der angezapften Plattformen abbildet? Eine zweite Frage beantworte ich gleich selbst: Wäre das überhaupt sinnvoll? Definitiv NEIN
Ich dachte übrigens, dass wir bei einem Blogpost über die App auch nur die App und nicht deren Rolle in einer Kampagne diskutieren. Oder beeinflusst Dich die Kampagne bei Deinem Social Networking-Vehalten?
Juli 23rd, 2009 at 9:37 pm
Hallo,
Die Update Applikation ist ein richtiger Schritt in die richtige Richtung. Vor lauter Web 2.0 Angeboten verliert man den Überblick, verschiedene Anbieter fassen im PC-Internet bereits die Web 2.0 Dienste zusammen, auf dem Handy fallen mir auf die Schnelle Aka-Aki (war beim Vodafone Relaunch vor Ort) über beoble.me etc. ein.
Aber ich muß mal etwas Öl ins Feuer giessen: Ich finde Android einfach noch total overhyped.
Das kann anders werden, falls Nokia da mit einsteigen würde, aber letzteres glaube ich im Moment eher nicht, die Symbian Kundschaft würde ihnen das ziemlich übel nehmen. Und dann ist da noch die Windows Mobile Welt, die bei Profi-Kunden (Firmen mit komplexen IT-Umgebungen) sehr populär ist, weils schon TeraByte an passender Business Software gibt.
Den Quellcode von “Update” zu veröffentlichen, ist eine gute Idde, Gefahren bestehen keine, im Gegenteil, Vodaofne wird bei den wichtig Multiplikatoren (das ist doch die Generation Upload) Bonus-Punkte gut machen können denn da haben sie im Moment einen unausgeglichenen Konto-Saldo :-)
Juli 23rd, 2009 at 11:42 pm
In Software die aus Marketinggründen entwickelt wurde, steckt einfach nicht so viel Herz, wie in Software die aus Liebe zur Software entwickelt wurde…
Juli 24th, 2009 at 10:42 am
@Henning G: Apps als Open Source? Kennst du dafür Beispiele?
Juli 24th, 2009 at 11:24 am
Ich finde es auch merkwürdig warum die Software nicht auch für Windows Mobil und Symbian entwickelt worden ist !
Oder kommt da noch was ?
Ich glaube das beide Systeme im Moment eine größere Verbreitung haben als z.B. Android.
Damit schließen sie einen großen Teil ihrer eigenen Kundschaft (auch mich) von der Generation Upload aus. Beide Systeme werden ja auch von Vodafone vertrieben.
Juli 24th, 2009 at 4:09 pm
@Sector7G: Tatsächlich hat Android weltweit wohl gerade Windows Mobile überholt, wenn auch noch nicht deutlich: http://mobiletechaddicts.com/2009/07/24/window-mobile-loosing-ground-to-android/. Und Symbian ist natürlich wirklich noch ganz weit vorne. Mal abgesehen von dem Obst-System.
@fluidsonic: Tatsächlich gibt’s noch nicht viele Open-Source-Applikationen für mobile Plattformen. Aber warum sollte das so sein müssen oder bleiben?