Jul 2009
20

Twittermom

Erstellt von Ute Hamelmann
Veröffentlicht in Vodafone

IMG_7807Mutter-Kind-Gruppen sind wie Autoquartette: „Größe?“ „56!“, „61!“, „Gewicht?“, „4,6kg!“, „Sticht!“, „Köpfchen halten: Fünf Minuten!“, „Mist!“ Da ich unserem Babysöhnchen diese Art von frühkindlichem Leistungsvergleich ersparen möchte, habe ich mich im Internet bei Mütternetzwerken angemeldet. Ich habe den Eltern.de Newsletter im Abo und bin neuerdings bei den Twittermoms, wobei ich Müttergetwitter  zum Thema „Breastfeeding“ in etwa so spannend finde, wie Gespräche über Mastfutteranlagen und ich glaube auch nicht, dass sich durch den Verzehr von magerem Eiweiß und Kalium die Chancen erhöhen, einen Sohn zu zeugen.

 Trotzdem: Ich liebe Netzwerke! Etwas Praktischeres, um trotz Kind auf dem Laufenden zu bleiben und mit Leuten Kontakt zu halten, gibt es kaum, außer Kegelclubs vielleicht. Aber Kegeln ist nicht so mein Ding, Facebook  dagegen schon. Morgens, bevor ich zur Arbeit gehe, das Babysöhnchen schlummert noch friedlich in der Wiege, tippe ich ein paar Mails, beispielsweise an meine Berliner Redaktionskolleginnen von Miss Tilly, oder ich schaue auf Facebook, was meine Freunde und Bekannten so treiben. Danach schreibe ich Diana noch rasch in ihr Blog, dass ich ihre neuen Zeichnungen grandios finde und vermerke bei Frau Annabell meine Bewertung zum letzten Tatort. Ich frage sie wann wir uns mal treffen sollen, und sie sagt mir, sie würde ihre Termine doodeln  dann wetze ich zum Bus. Bus und Bahn erleben ja im digitalen Medienzeitalter eine regelrechte Renaissance. Wer einmal versucht hat, während der Autofahrt am Steuer mit Laptop auf den Knien FAZ-Online zu lesen, weiß wovon ich spreche. Autofahren ist medial gesehen verlorene Zeit. Außerdem ist es viel umweltfreundlicher mit Bus und Bahn zu fahren und wenn man sagt, man fährt ÖPNV klingt das für Blogger mindestens so sexy wie BMW für den Bankangestellten.

 Seit drei Monaten habe ich ein neues Handy, das HTC Magic mit Internetanschluss. Tolles Ding, mit wenig Knöpfen dran, das ist äußerst praktisch. Mein altes Handy hatte viel zu viele Knöpfe. Zu viele Knöpfe sind nicht gut, da gibt es für mich zu viele Möglichkeiten, versehentlich an ein Knöpfchen zu kommen. Mit dem neuen Handy geht das alles zum Glück leichter, ich erwische immer das richtige Knöpfchen und ich kann die Fotos sogar direkt auf die Plattform Flickr  ins Internet hochladen und in mein Blog  stellen. So geht mir nichts mehr verloren und meine Handyrechnung beschert mir seitdem auch keine böse Überraschung mehr.

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216 Responses to “Twittermom”

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  1. 201
    MarionC Says:

    Mensch Leute,

    nehmt Euch doch alle selbst nicht so wichtig. Diese Überheblichkeit, mit der Ihr Euch hier auskotzt, ist kaum zu ertragen. Dieses Erheben über andere muss Euch ja wirklich was geben – und wären wir 100 Jahre zurück, würde Ihr mit Steinen werfen, oder?! Also kriegt Euch ein! Dankeschön!

  2. 202
    TJW Says:

    Auch wenn ich seit mittlerweile über zwei Jahren einen eigenen Blog habe, habe ich mich nie mit der sogenannten “Blogosphäre” beschäftigt. Für mich ist das Bloggen einfach eine Art Informationen weiterzugeben, die jeder abrufen kann. (Und im Gegensatz zu Foren eine Möglichkeit seine Gedanken in Ruhe und strukturiert mitzuteilen).

    Die ideologische Selbstüberhöhung die hier manche Kommentatoren bezüglich des Web2.0 darlegen empfinde ich jedoch als lachhaft. Einerseits ist man gegen “Zensur”, ein Schlagwort über das imo noch die wenigsten hier ernsthaft nachgedacht haben, denn totale Freiheit wäre Anarchie. Und andererseits ereifert man sich über die Freiheit die sich Frau Hamelmann genommen hat und die Grenzen die sie angeblich überschritt. Also hat man “real existierend” doch nicht den Willen alles im Web2.0 stehenzulassen (Soll sie doch schreiben was sie will, solange es legal ist!). So eine kleinbürgerlichere Heuchelei wäre echt zum Lachen, wenn es nicht einhergegangen wäre mit diesem schäbigen Umgang gegenüber Frau Hamelmann.

    Mein Fazit ist, dass ich weiter blogge und meinen Blog für die Dinge benutze die MIR sinnvoll erscheinen – ohne mich von bösartigen und sektiererischen Kleingeistern die sich ihr eigenes Blog-Evangelium geschrieben haben beeinflussen zu lassen.

  3. 203
    Hagbard Says:

    Muss mich Martin anschliessen, ziemlich peinlich was die meisten hier abziehen. Natürlich ist das hier Werbung, NA UND? Hier versucht ein Konzern endlich mal auf “welche von uns” zu hören, sich als “verbündet” zu zeigen und zu zeigen das sie auf ihre Kunden hören (anders als andere r. Riesen) und wird dafür “abgestraft” samt den Leuten die sie dabei unterstützen? Und die peinliche Abstrafung von “Werbung” fürs HTC Magic? Jeder von euch erzählt wie toll sein super neues Handy ist, wenn er ein neues hat, jeder pralt wie klein/schnell/Mulifunktional usw. usw. es ist, jeder hat Teil an dieser Form von “Schwanzvergleich” und hier wird wegen 2 harmlosen Sätzen gelästert. Tut mir leid, einfach erbämlich.

    Also nicht einschüchtern lassen, weitermachen. Hier handelt es sich entweder um Neid (nicht selber gefragt worden zu sein), Markenbessenheit (Sorry, iPhone ist Scheisse) oder “kunden” vom rosa Riesen.

  4. 204
    Franzl Says:

    Der Beitrag von Twittermom ist offensichtlich Werbung für ein Produkt.

    Hat Sie jemandem damit geschadet?

    Regt Ihr Euch etwa darüber auf, das Werbung manipuliert und lügt?

    Wie naiv seid Ihr denn eigentlich und warum ist ein total überteuertes iphone cool?
    Vielleicht seid Ihr cleverem Marketing gegenüber doch nicht so immun, wie Ihr immer denkt.
    Vielleicht fühlt Ihr Euch im innern eigentlich nur beleidigt über die inadequate Art dieser Werbung und sucht nun einen Sündenbock für Eure Kränkung.

    Es ist schade, das man sich hier abschätzig und beleidigend gegenüber andere Menschen äußert, deren Beweggründe und Charakter man gar nicht kennt.
    Erinnert mich ein bisschen an Dieter Bohlen, wenn er wieder mal jemanden fertig macht. Beste Gesellschaft für die Zensoren und selbsternannten Gralswächter eines freien Internet.

    Jetzt wo Ihr Eure Agression losgeworden seit, fühlt Ihr Euch wirklich besser?

    Die Würde des Menschen ist unantastbar.

  5. 205
    stvo Says:

    also ich glaubs nicht. welchen sinn haben denn hier die ewigen schlechtmacher. haben die denn schon mal was gut gemacht oder machts nur spass auf irgend etwas herum zu hacken. Ihr seit nicht gemeint. Hier sind Kreativität und sicher auch konstuktive Kritik gefragt. Das sind auch die jenigen, die Vf mit dem Auftritt meint. Mit wird übel bei der Sozialkompitenz einiger Kommentatoren.

  6. 206
    tom10000 Says:

    so laecherlich (und aus marketingsicht auch diletantisch) diese verschämte versuch der schleichwerbung von vodafone war – interessant ist es doch, dass hier alle so draufhauen, dabei gibt es in deutschland bei renommierten tageszeitungen und fernsehsendern wesentlich härtere schleichwerbung, die keinen aufregt. die rundfunkräte von ard und zdf werden von politikern dominiert und das nicht ohne grund. das ergebnis kann man dann wunderschön sehen, bayerischer rundfunk = csu nah, radio bremen = spd nah (zuindestens früher). und habt ihr euch mal die spezialbeilagen von tageszeitungen wie sueddeutscher zeitung, ftd oder handelsblatt angeschaut? die sind zwar oft als werbung gekennzeichnet aber vom design und der aufmachung dem redaktionellen teil stark nachempfunden, damit viele den unterschied nicht merken. vodafone ist ein kommzerzielles unternehmen, dass eben ein produkt verkaufen will. dass dies in ihrem blog durchschimmert, macht zwar deren blog lächerlich, ist aber an sich nicht überraschend und auch nicht unlegitim, weil die von vornerein keine objektivität versprechen können. aber tageszeitungen wie die ftd oder sender wie ard oder zdf täuschen diese objektivität vor – und keinen regt es auf. seltsam.

  7. 207
    Moritz Adler Says:

    ja der artikel ist nur mäßig gut (der letzte absatz sogar richtig schlecht), ja die tarife sind noch undurchschaubar, ja, ja, ja der lobo und so…
    aber es reicht jetzt auch mit der kritik, ist ja hier nicht zensursula gegen die es hier geht.
    der ansatz von vodafone den Dialog zu suchen ist nach wie vor richtig, vielleicht lernen sie ja was aus der debatte. allerdings ist es auch nur eine werbekampagne, nicht der untergang des abendlandes der hier vonstatten geht. also luft anhalten, bis 10 zählen und dann nächstes thema

  8. 208
    Michael Hufelschulte Says:

    @ Moritz Adler & all

    1. Schön das langsam Ruhe und Sachlichkeit einkehrt.
    2. Ja, wie lernen.
    3. Zum Glück.
    4. Und wie.
    5. Wär’ schade, wenn nicht.
    6. Wär’ auch ganz schön blöd, wenn nicht.
    7. noch 3
    8. noch 2
    9. noch 1
    10. nächstes Thema :)

  9. 209
    j52 Says:

    Hier ist ja was los. Mann, Leute – habt Ihr nix Besseres zu tun als Euch über irgendwelche Straßenplakate und YouTube-Videos auszulassen? Ich wüsste Wichtigeres (und Genüsslicheres …).
    BTW: Mit Schlauheit sind hier auch nur wenige geschlagen. Merkt denn wirklich keiner, welches Kabarett hier geboten wird? Und ich meine damit nicht ein Vodafone-Kabarett, sondern die – zugegeben gekonnten – parodierenden Kommentare auf das allzu alberne Blog. Das nehmt Ihr wirklich für bare Vodafone-Münze?
    Die Strategie ist durchsichtig: Mit scheinbar unbedarften Scheinechtmeldungen das – natürlich blöde! – Hamelmann-Gelaber noch unmöglicher zu machen.
    Na, wem’s Spaß macht …

  10. 210
    Stefan Says:

    Vor dem Artikel in der W&V wusste ich gar nicht, dass in dem nervigen Vodavon-Spot (Die Musik und der Gesang sind für mich nicht auszuhalten) Web-Promis zu sehen sind. In dem Artikel werden die vielen negativen Kommentare und Reaktionen erwähnt, von denen ich nicht glauben konnte, dass sie wirklich so ausgefallen sind – bis jetzt.

    Ihr könnt stolz auf euch sein: http://www.wuv.de/nachrichten/unternehmen/vodafone_testimonial_verabschiedet_sich_vom_web_2_0

    Oder ist es am Ende nur Neid?

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