Seit dem ersten Juli ist das Blog von Vodafone Deutschland online und man kann mit Sicherheit festhalten, dass dieses Blog einiges an Aufmerksamkeit bekommen hat. 500 meist kritische Kommentare und unzählige Verlinkungen in anderen Blogs zeigen, wir haben mit der neuen Marken- und Werbekampagne eine breite öffentliche Diskussion im Netz gestartet. Das ist gut, denn genau das zeigt die Kraft des Internets. Dass Themen dabei auch kontrovers diskutiert werden, dass es unterschiedliche Positionen und Bewertungen gibt, macht ja eine freie Gesellschaft aus. Auch wenn Lob immer schöner ist, gehört natürlich auch Kritik dazu. Wir haben auf jeden Fall als Kommunikations- und Internetanbieter durch die Öffnung und die Diskussionen im Netz die einmalige Chance, viel mehr über Eure Wünsche zu erfahren als auf konventionellen Wegen.
Wir haben in dieser Woche insbesondere eines gemacht: zugehört.
Das Zuhören führt dazu, dass wir enorm viele Anregungen aufgreifen, viele Mitarbeiter involvieren und unterschiedliche Themen auch anders bewerten werden. Natürlich war die Form der Beiträge nicht immer schmeichelhaft, vor allem dann wenn Kollegen , wie u.a. auch ich persönlich angegriffen wurden, oder wenn unsere Dialogbereitschaft und Aufrichtigkeit des Dialogs grundsätzlich in Frage gestellt wurden.
Aber deshalb konzentrieren wir uns vor allem auf die konstruktiven Beiträge, also auf die, in denen wir erfahren, wie man Dinge in Zukunft anders, einfacher oder besser machen kann. Wir sind überzeugt, dass wir einen wichtigen Schritt gegangen sind, um mit Euch, den Nutzern, künftig ganz anders im Dialog zu stehen als heute.
Was uns wirklich beeindruckt hat, war zum Einen die Ernsthaftigkeit der Debatte, die an vielen Stellen geführt wurde, zum Anderen die Kreativität. Für uns stellt die Generation Upload genau diesen aktiven Teil der Gesellschaft dar, der sich einbringt, der für seine Überzeugungen kämpft, der Inhalte erzeugt, der durch das Internet, durch Mobiltelefonie in die Lage versetzt wird, sich auszudrücken und sich mit anderen Menschen zu verknüpfen. Ein besonders aktiver Teil der Generation Upload hat dies umgehend verdeutlicht, indem ein neues Plakatmotiv entwickelt und ein “Lobofone“-Logo erschaffen wurde, aber auch als Hinweis auf die unterschiedlichen Standpunkte zum Thema Netzsperren ein Remix des TV-Spots mit Sequenzen des Films 1984 erstellt wurde. Zudem hat Johannes Kleske sich des Themas Produkte angenommen und einen Tarif “Internet” vorgeschlagen, den wir als Idee gerne aufgreifen und jetzt intern diskutieren, um nur mal ein paar Beispiele zu nennen. Also sei an dieser Stelle auch Danke gesagt für diese Ideen! Insofern gilt, was immer Du startest, kann die Welt bewegen.
PS: Das größte Schmunzeln hat bei uns die Idee zu Yodafone erzeugt, inklusive der Domain deine-zeit-es-ist.de: Die Macht ist mit Euch, das steht außer Frage und wir werden jetzt explizit nicht mit “Luke, ich bin dein Vater!” antworten, sondern definieren die Macht wie Obi Wan: “Sie umgibt uns, sie durchdringt uns, sie hält die Galaxis zusammen.”









Juli 17th, 2009 at 7:13 pm
Wow ein erstaunlich offener Umgang mit der ganzen Kritik.
Finde ich gut! Wenn jetzt den Worten auch noch Taten folgen würde ich mich sehr freuen: z.B. will ich nach wie vor noch das ganze Web und nicht nur Wap mit meiner fast 30 EUR-Flatrate nutzen können.
Dies wurde mir im Dezember sogar bereits telefonisch zugesagt, dass sich dort “bald” was ändern werden.
Juli 17th, 2009 at 7:14 pm
Irgendwie habe ich den Eindruck der Beitrag wurde von Anakin Skywalker geschrieben. Und wer Anakin ist bzw. was er wurde, das wissen die Insider. Ich sehe mich da eher auf der Seite der Jedi, die gegen die Bestrebungen des Berliner “Todessternes” kämpfen anstelle diesen zu unterstützen!
Juli 17th, 2009 at 7:16 pm
Liebes Vodafone-Team,
ich bin gespannt und wünsche viel Erfolg sowie weiterhin viel Mut bei der in- und externen Durchsetzung dieser Mammut-Aufgabe. Das ein Großunternehmen diesen Schritt geht ist gewagt, aber umso mehr verdient es Anerkennung und Respekt, wenn es ernst gemeint ist.
Juli 17th, 2009 at 7:41 pm
Hallo,
wieso sehe ich diesen Beitrag nicht auf der Hauptseite einsortiert sondern nur rechts am Rand unter Kommentare?!
Thorsten
Juli 17th, 2009 at 7:44 pm
Sehr schöner Beitrag. Man sieht, VF hat sich mit der Kritik beschäftigt. Genau so stelle ich mir ein Corporate Blog vor. Umsetzung der Erkenntnisse sollte schnell erfolgen. Und den Tarif nehm ich auch gern.
Juli 17th, 2009 at 7:56 pm
Der erste Beitrag, bei dem ich sagen würde, es wird besser. Ja, auf jeden Fall ist jetzt mal zu lesen, das man sich wirklich mit den Reaktionen auseinandersetzt und nicht tut, als wäre nichts gewesen. Dabei darf es dann aber nicht bleiben. Mit solchen Beiträgen wird das aber langsam was mit dem Dialog.
Juli 17th, 2009 at 7:59 pm
Noch sehr viel lernen ihr müsst, junge Padawans. Nicht verleiten lassen ihr dürft Euch von der Dunklen Seite der Macht!
Okay: Wie sieht es aus mit dem Upload? 1 mbit ist einfach zu wenig. Seit 2005 brauche ich für meine Schulungen, Internetlösungen und virtuelles Klassenzimmer 2 Mbit zu einem vernünftigen Preis in Düsseldorf. Wenn ihr das liefern könnt, bin ich sofort bei Euch!
Juli 17th, 2009 at 8:07 pm
Yodafone, Lobofone, 1984-Remix… das ist exakt eure Zielgruppe, Vodafone. Die Generation Upload, von der ihr sprecht. Bleibt zu hoffen, dass dieser Beitrag nicht nur aus schönen, aber leeren Worten besteht, sondern dass ihr auch Taten folgen lasst. Fragt die Leute draußen, nicht irgendwelche PR-Heinis.
Juli 17th, 2009 at 8:08 pm
Der Eintrag ist gut, das hier vor allem Vodafone-Mitarbeiter posten peinlich.
Grosskonzerne lernen es nie –> neue Tools klassisch angepackt funktioniert nicht…
Juli 17th, 2009 at 8:21 pm
also den Tarif “Internet” so wie er vorgschlagen wurde,
würde ich sofort abschließen, ich hätte dann auch kein problem den über 24monate abzuschließen.
mal sehen ob ihr den wünschen und bedürfnissen eurer kunden und derer die es wie ich noch werden könnten nachgeht.
ich bin sehr unzufrieden mit meinem jetzigen anbieter und bin sehr wechselbereit, telekom fällt von vorneherein raus, selbstherrliche pseydomonopolisten sind nicht mein fall.
so ich beobachte weiterhin was aus eurem kritisch geführten dialog wird, ob ihr was daraus lernt und neue tarife anbietet.
als beispiel, wenn der eintritt im kino nur 5 euro kosten würde, dann verdient das kino augenscheinlich nicht viel an einer karte, es gehen dafür aber sehr viel mehr ins kino, weil der preis angemessen ist und auf die masse gesehen rechnet sich auch ein scheinbar kleiner gewinn dann doch recht schnell.
das kann man auf die mobilfunkbranche projezieren, im prinzip ist es da nicht anders. alleine die gewinnspanne bei sms.
in italien wird viel mehr mobil telefoniert, wegen den niedrigeren gebühren, die masse macht den gewinn.
möge der tarif Internet mit uns sein
Enzo