Jul 2009
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Reaktion auf LivePK: Teil 3 Zugangserschwerung Kinderpornographie

Erstellt von Alexander Panczuk (Vodafone)
Veröffentlicht in Vodafone

Die Debatte zu unserer LivePK hat unter Anderem unsere Haltung zu der Zugangserschwerung von kinderpornographischen Seiten in den Mittelpunkt gerrückt. Die sexuelle Misshandlung von Säuglingen und Kindern ist eines der menschenverachtendsten Verbrechen die man sich vorstellen kann. Hierüber besteht breiter Konsens. Wir sind der Meinung, dass vor dem Hintergrund dieser extremen Natur des Kindesmissbrauchs eine ausgesprochene Sonderstellung des Themas vorliegt und entschlossenes und konsequentes Handeln erforderlich ist.

Wir haben stets betont, dass wir Internetsperren für andere Themenfelder ausschließen. Die Ausweitung von Zugangserschwerungen auf andere Inhalte lehnen wir strikt ab. Die breite Öffentliche Debatte zeigt, dass die Bevölkerung sehr sensibel für das Thema Internetzensur ist. Um langfristig zu dem Thema eine sachliche Debatte zu führen, ist es aus unserer Sicht wichtig, den Extremfall Kinderpornographie aus der Diskussion um Internetsperren als erledigt ausklammern zu können.

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159 Responses to “Reaktion auf LivePK: Teil 3 Zugangserschwerung Kinderpornographie”

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  1. 1
    Henning G Says:

    Guten Morgen,

    das Kinderpornographie mehr als abscheulich ist (habe selbst 1 Tochter) ist bei allen unbestritten. Aber wo fangen “Sperren” an und wo hoeren Sie auf? Der Ruf nach weiteren Sperren wird irgendwann wieder ertoenen. Und dann?

    Das Uebel muss an der Wurzel gepackt werden!

    Warum interessieren sich Menschen fuer so abscheuliches Zeug?
    Neugier? Langeweile? Veranlagung?

    Gibt es ausreichende Hilfsangebote fuer “Betroffene”?
    Wenn nein, warum nicht? Hier koennte Vodafone mit “CSR” helfen.

    Wie schnell koennen die Server und die Hinterleute abgeklemmt werden? Hier koennte Vodafone (inkl. Arcor) mit “know how” helfen.

    Je transparenter das ganze wird, desto besser.

    Just my 0,02 Euro.

  2. 2
    lfalkenburg Says:

    Genau, jetzt wo der Themenkomplex Kinderpornographie (von euch mal eben) als erledigt definiert wurde können wir uns den inzwischen geforderten Sperren von Killerspielen, Hassseiten etc. zuwenden. (Ihr lest nicht was im Internet grad so abgeht, oder?) Und wie wollt Ihr die Sperrung dieser vermeiden?

    “Wir haben stets betont, dass wir Internetsperren für andere Themenfelder ausschließen. ”

    Ich denke Ihr habt den Vertrag unterschrieben also könnte Ihr garnicht mehr kontrollieren was in den Sperrlisten steht und was nicht – was eine scheinheilige Argumentation.

  3. 3
    Paul Neuhaus Says:

    Einmal kurz gehustet und das Thema ist abgehakt?

    Es geht der Vielzahl der Kritiker in diesem Punkt wohl eher darum dieses Thema eben NICHT als erledigt auszuklammern. Sondern sich damit nachwievor gezielt auseinanderzusetzen und eine fundierte und argumentativ schlüssig aufgebaute Rechtfertigung seitens Vodafone zu bekommen.

    Eines der (vielleicht DAS) schlimmsten vorstellbaren Verbrechen.

    Wir sind der Meinung, dass vor dem Hintergrund dieser extremen Natur des Kindesmissbrauchs eine ausgesprochene Sonderstellung des Themas vorliegt und entschlossenes und konsequentes Handeln erforderlich ist.

    Und verstecken stellt ein entschlossenes und konsequentes Handeln dar?

    Welche Maßnahmen sind wirksam im Kampf gegen diese Verbrechen. Welche Maßnahmen helfen konkret die Taten gar nicht erst zu Taten werden zu lassen? Maßnahmen, die sich nicht mit dem Verstecken von dokumentiertem Missbrauch aufhalten, sondern gezielt an die Wurzel des Übels gehen.

    Dazu wäre ein Stellungnahme wünschenswert!

  4. 4
    jovelstefan Says:

    Wie will vodafone kontrollieren, ob es sich bei den in den Sperrlisten enthaltenen Seiten/Domains/IPs um kinderpornographische oder anderweitige Inhalte dreht?

  5. 5
    Jörg Says:

    Die gleichen Sprechblasen wie bei der Live-PK. Man kann sich nicht einseitig einer Debatte durch Erledigungserklärung entziehen, wenn es noch Diskussionbedarf gibt.

    Wenn heute Kinderpornographie als Extremfall und Begründung für Netzsperren herhalten muss, so werden morgen andere Themen herhalten müssen. Entsprechende Begehrlichkeiten werden ja auch ohne Schamgefühl schon heute ausgesprochen. Vodafone hat dafür den Boden bereitet und einer auf Halbwahrheiten, Irreführung und Unkenntnis bei gleichzeitiger Unbelehrbarkeit basierenden Gesetzgebung den Boden bereitet.

  6. 6
    Dave-Kay Says:

    Ist DAS ernsthaft euer Statement? Eine Phrasensammlung aus dem Notizblock von Frau von der Leyen?
    Ich weiß gar nicht, wie man deutlicher zeigen kann, dass man den Diskussionspartner nicht ernst nimmt.

  7. 7
    pantoffelpunk Says:

    Das, was jovelstefan gesagt hat.

    Und: vodafone hat vor allem zugestimmt, dass die Gewaltenteilung, die Säule unserer Demokratie und in einem nicht nicht änderbaren Artikel des Grundgesetzes, zumindest partiell außer Kraft gesetzt wird. Nicht einmal – wie es zum Teil andere Provider gemacht haben – eine rechtliche Grundlage wurde gefordert. Ja, hat vodafone etwa keine Juristen an Bord?

  8. 8
    pantoffelpunk Says:

    +festgeschrieben ist

  9. 9
    Stadler Says:

    Wer so argumentiert, sollte sich zunächst die Frage stellen, ob man mit diesem Konzept auch nur ein einziges Kind schützen oder ob nicht viel mehr die Gefahr besteht, dass man zusätzliche Pädophile anlockt, indem man denen eine Navigationshilfe (Sperrliste) frei Haus liefert.

    Die durchgreifenden verfassungsrechtlichen Bedenken gegen das Vorhaben werden von Vodafone ebenfalls ignoriert.

    Vodafone hat sich in die Riege der Demagogen eingeordnet und sollte vom Kunden für seine heuchlerische Haltung abgestraft werden.

  10. 10
    dgehse Says:

    wenn ihr wirklich die absicht habt euer image noch irgendwie aus dem dreck zu ziehen, dann bietet endlich ECHTE flatrates im mobile-bereich an.

    und zwar unter einhaltung der netzneutralität!

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