Jan 2012
25

Von digitaler Avantgarde und Beamtenstuben

Erstellt von Christian Rapp
Veröffentlicht in Vodafone | Keine Kommentare

Bis gestern schaute die Netz-Community nach München zur DLD, einer der bekanntesten Konferenzen zum Thema Innovation, Digitales, Wissenschaft und Kreativität. Yoko Ono, Arianna Huffington und Sheryl Sandberg von Facebook waren dabei. Frank Rosenberger, Director Products and Services bei Vodafone Deutschland, diskutierte mit und traf auf dem Panel zwei Unternehmer, die bereits zwei Tage intensiven Trainings hinter sich hatten!

Sie gehören zu den zwölf Social Entrepreneurs, die von der Organisation „Ashoka“ eingeladen wurden. Social Entrepreneurs sind Unternehmer, die gesellschaftliche Probleme mit unternehmerischen Ideen lösen wollen. Beim „Ashoka Globalizer“ überlegen sie, wie sie ihre Projekte von einem Land auf andere übertragen können. Die Teilnehmer haben bereits bewiesen, dass sie mit ihrer Idee im Heimatland eine echte Veränderung bewirkt haben. Warum das also nicht in anderen Ländern angehen?

Das Arbeitstreffen fand nicht auf der DLD statt und atmete weniger die coole Eleganz von Bits und Bytes, sondern – nun ja: Arbeitsatmosphäre. Ich durfte dabei sein, abseits der Münchner Innenstadt. Die Räumlichkeiten erinnerten mich etwas an Amtsstuben vergangener Jahrzehnte. Aber die Ideen, die hierin den Köpfen der Leute entstanden, sind alles andere als von gestern:

Rikin Gandhi (Indien) will den Austausch zwischen Kleinbauern verbessern, um ihre Arbeit effektiver zu machen. Er hat mit seinem „Digital Green Network“ bereits über 1.900 Video produziert, die jede Woche etwa 65.000 Landwirte erreichen. Er hat mir erzählt, dass die Verteilung gerade noch „manuell“ geleistet werden kann, also durch Boten erfolgt. Statt schicker High-Tech-Projektoren nutzen die Dorfgemeinschaften batteriebetriebende Mini-Projektoren.  Mike Feerick (Irland) strebt mit seinem Unternehmen ALISON danach, die weltweite Basis für online-basierte Bildungsangebote zu werden, sozusagen das „Google der akademischen Bildung“. Und Rodrigo Baggio (Brasilien) gründet gemeinnützige „Center für Digitale Inclusion“ (CDI), um den meist jungen Nutzern Zugang zu Technologien zu ermöglichen und sie so an der Digitalisierung der Welt teilhaben zu lassen. Die ersten Center hat er in Brasilien eröffnet. Inzwischen gibt es seine Zentren aber auch in Großbritannien. Mehr Infos zu den 12 Social Entrepreneurs gibt es hier: http://www.ashokaglobalizer.org/fellows_2012_munich

Der Fokus lag bei diesem Globalizer also auf mobilen Technologien und wie diese gesellschaftlichen Wandel bringen können. Und hier kommt Vodafone ins Spiel.

Es hatte sich ein Kollege aus London, der für das mobile Bezahlsystem M-Pesa in Afrika zuständig ist, unter die Teilnehmer gemischt. Er konnte aus erster Hand von den Herausforderungen berichten, M-Pesa zu einem Erfolg in inzwischen sieben Ländern zu machen. Allein im vergangenen Jahr hatte M-Pesa 10 Millionen neue Kunden (dazu mehr demnächst hier im Blog). Darüber hinaus unterstützte das neu gegründete Vodafone Institut für Gesellschaft und Kommunikation den Globalizer. Das Institut hat gerade seine Arbeit aufgenommen und wird in Zukunft zeigen, wie mobile Technologien Gesellschaften verändern (Webseite: http://ww.vodafone-institut.de, dort kann man übrigens auch eigene Ideen für Themen und Projekte vorschlagen). Der Globalizer war für das Institut wie ein Brainstorming, denn hier lagen die guten Ideen (aber auch die Hürden für ihre internationale Verbreitung) praktisch auf dem Flur. Ich bin mir sicher, dass wir von einigen der Projekten bzw. Unternehmen in Zukunft auch in Deutschland hören werden!

Jan 2012
20

Staufrei durch die City – zum Beispiel mit der TomTom App

Erstellt von Dirk Ellenbeck
Veröffentlicht in Apps | Keine Kommentare

Eigentlich fahre ich gerne mit dem Auto. Es ist bequem, bringt mich bis zum Ziel und ich kann unterwegs die Musik hören, die ich mag. Doch es gibt etwas, das meine Freude am Fahren stark einschränkt. Staus. Kaum ein Tag vergeht, an dem Staus die Autofahrt nicht zur Qual machen.

Wer Verkehrsnachrichten hört, wird sich so manches Mal verwundert die Augen reiben, dass oft nur noch Staus ab 4 km Länge gemeldet werden. Weil sonst die ganze Sendung aus Staumeldungen bestünde. Doch mit HD-Traffic gibt es einen cleveren Weg, um Staus zu umgehen oder besser gesagt: zu umfahren. Und der funktioniert mit einer App auf dem iPhone ebenso, wie auf intelligenten Navigationsgeräten von TomTom mit integrierter SIM-Karte (zum Beispiel von Vodafone). Bei jeder Routenplanung überprüft HD-Traffic die Verkehrslage. Und das nicht nur auf Autobahnen, sondern auch in den Städten und auf dem Land. Sollte es auf der geplanten Route Staus geben, prüft TomTom, ob alternative Wegstrecken schneller ans Ziel führen – selbst, wenn sie einen Umweg bedeuten. Und wenn es schneller gehen sollte, ein paar Minuten im Stau zu stecken, sagt TomTom mir das.

Möglich macht es die pfiffige Stauerkennung in Kombination mit IQ Routes. Letztere nutzen zur Routenberechnung nicht die Standardgeschwindigkeiten, die auf den einzelnen Straßen gefahren werden, sondern kennen die von Tomtom-Besitzern wirklich gefahrenen Geschwindigkeiten. Damit berechnet das Programm die beste Route auch in Abhängigkeit vom Wochentag und der Uhrzeit. Klingt kompliziert, funktioniert in der Praxis aber ebenso wie HD Traffic hervorragend, da ich mich als Nutzer um nichts kümmern muss.Angeboten wird der Dienst HD-Traffic auf dem iPhone für den Preis von knapp 30 Euro pro Jahr oder alternativ für 5 Euro pro Monat und auf neuen Navis ist er für ein Jahr bereits im Kaufpreis enthalten.

Auch sonst hat mich die Navi-App von TomTom überzeugt. Bei der Zieleingabe lassen sich Kontakte aus dem Adressbuch ebenso einfach auswählen wie Sonderziele, die auch über Google in der Nähe oder in einer beliebigen Stadt gesucht werden können. Sogar die Navigation zu in Fotos hinterlegten Adressen ist möglich. Dazu mache ich einfach an einem beliebigen Ort ein Foto mit meinem Smartphone, die Adresse wird dabei automatisch in den Fotoinformationen mit gespeichert und kann von TomTom genutzt werden. Das mühsame Merken oder Aufschreiben von Adressen spare ich mir damit. Aber auch ohne Fotos ist die Zieleingabe sehr flexibel und gut zu bedienen. Neben der gewohnten Adresseingabe über Stadt und Straße steht auch eine integrierte Google-Suche nach Zielen zur Verfügung, zudem sind Sonderziele für alle Länder, die im Kartenmaterial mit der App erworben wurden, von der Andachtsstätte über Ärzte und Apotheken, Bankautomaten, Hotels, Tankstelle bis zum Zoo enthalten. Im Adressbuch gespeicherte Kontakten lassen sich als Ziel nutzen. Offroad-Fans und Abenteurer können als Ziel auch direkt Koordinaten eingeben.

Einzig die Kartendarstellung könnte schicker sein. So wie die vom Wettbewerber Navigon zum Beispiel, die wir hier im Blog am 4. November vorgestellt haben.

Allzeit gute Fahrt und bis nächsten #FreitAPP!

 

Jan 2012
19

Frisch gestrichen: Das Kundenforum von Vodafone

Erstellt von Michael Hufelschulte
Veröffentlicht in Neues, Technisches | 2 Kommentare

Mit dem Wort ‘Litium’ (oder die englische Version ‘Lithium’) assoziiere ich in erster Linie ein chemisches Element oder die bekannten Litium-Ionen-Akkus. ‘Lithium’ ist aber in diesem Falle der Anbieter, der sich hinter der Technologie unseres heute neu gestarteten Kundenforums verbirgt.

Was ist neu? Zum einen können sich jetzt alle Teilnehmer von MeinVodafone mit Ihren Benutzerdaten auch im Forum anmelden beziehungsweise werden per Single Sign On automatisch angemeldet. Fürs reine Mitlesen ist wie bisher keine Registrierung erforderlich. Zum anderen bietet das überarbeitete Kundenforum die Möglichkeit Beiträge, die eine Lösung parat haben, als solche zu kennzeichnen. Sie werden damit qualitativ hochwertiger und bei der Suche nach einer Lösung besonders berücksichtigt. Und technische Beschränkungen wie etwa das Datenvolumen, das bei älteren Systemen durchaus zum Problem werden kann, spielen bei Lithium keine Rolle mehr.

Mit Lithium stellen wir im Kundenforum die Weichen in Richtung Zukunft. Die Vernetzung von Social Media Kanälen wie Forum, Twitter und Facebook sind heute ein Muss. Mit der neuen Plattform ist das möglich.

Übrigens ist Lithium auch in anderen Vodafone Gesellschaften im Einsatz, zum Beispiel in Großbritannien, Spanien und Portugal. Und das mit großem Erfolg. Die Anbindung an Facebook und Twitter bereiten wir gerade vor. Stay tuned!

Jan 2012
17

Voice-To-Text: Deine Mailbox-Nachricht kommt als Text

Erstellt von Jennifer Walter
Veröffentlicht in Neues | 2 Kommentare

Es gibt was Neues und ziemlich Cooles bei Vodafone – und nur bei Vodafone: Es heißt Voice-to-Text und schickt Euch neue Mailbox-Nachrichten als E-Mail oder SMS, das könnt Ihr selbst festlegen.

Der Originaltext lautete: "Hallo Michael, wir treffen uns heute um 17 Uhr am Bahnhof. Tschüss, Paul

Wenn Ihr Voice-to-Text bucht wird alles, was Anrufer auf Eure Mailbox sprechen, automatisch in schriftlichen Text verwandelt. Ihr könnt die Nachrichten dann also lesen und braucht nicht mehr Eure Mailbox anrufen, um sie abzuhören. Sehr praktisch in Meetings. Oder wenn’s draußen laut ist.

Für den Anrufer ändert sich nichts: Er hört Euren Begrüßungstext von der Mailbox und hinterlässt wie gehabt seine Sprachnachricht. Ihr bekommt die Nachricht dann als Text zugeschickt. Wenn Ihr Euch den Text als E-Mail schicken lasst, bekommt Ihr mit der Mail auch eine Sound-Datei mit dem Original-Text zum Anhören. Und wenn die Nachricht nicht umgewandelt werden kann, schickt Euch die Mailbox eine SMS mit eben dieser Information.

Bis mindestens Ende August 2012 lernt die – ich nenne sie mal – ‚Verschriftlichungsmaschine‘ noch. Das heißt, dass a) der Service bis dahin kostenlos ist, b) manche Texte ein paar Lücken haben oder nicht ganz korrekt geschrieben sind und c) die Mailbox-Nachrichten zum Vergleich stichprobenartig abgehört werden.

Ich finde aber, dass das System schon ganz schön fit ist. Der E-Mail-Text hat mir bisher jedes Mal den Anruf bei der Mailbox erspart.

Tipp und Bitte: Macht mit! Lesen statt hören ist wirklich bequem und mit jeder Textnachricht helft Ihr, das System zu verbessern. Ruft mit Eurem Vodafone-Handy einfach kostenlos die (0172) 12789 an. Dann bekommt Ihr Eure Mailbox-Nachrichten als SMS zugeschickt. Beziehungsweise: Zuerst bekommt Ihr eine Willkommens-SMS, in der steht, wie Ihr die Nachrichten per E-Mail erhaltet und Eure E-Mail-Adresse einrichtet. Die Bearbeitung kann zurzeit ein paar Tage dauern, also bitte nicht böse sein, wenn die Willkommens-SMS erst etwas später bei Euch ankommt. Nach der Testphase endet der Service automatisch. Natürlich fallen keine Kosten für Euch an. In unserem InfoDok 3020 könnt Ihr alle Details nachlesen.

Wir freuen uns über jeden von Euch, der Voice-to-Text testet!

Jan 2012
13

#FreitAPP der 13.

Erstellt von Michael Hufelschulte
Veröffentlicht in Apps | 1 Kommentar

Aberglaube hin oder her – an einem Freitag den 13. sind manche Menschen aufmerksamer als an einem Mittwoch den 13. oder gar einem Dienstag den 8. . Wer der Überzeugung ist, Freitag der 13. bringe mehr Unglück mit sich als andere Tage, dem empfehle ich zur Relativierung der Sache den Artikel ‚Freitag der 13.‘ auf Wikipedia.

Um diesem Datum also den Wind aus den Segeln zu nehmen, habe ich unter anderem nach Apps zum Glücklichsein gesucht und bin dabei auf etwas ganz besonderes gestoßen. ‚Mappiness‘ heißt die kostenlose App fürs iPhone. Täglich oder mehrmals täglich kann der aktuelle Gemütszustand eingetragen werden. Auf Wunsch wird man auch an die Eingabe erinnert. Ergänzend zur allgemeinen Verfassung – Glücklich, Entspannt, Wach – werden einige Daten abgefragt, die später in der statistischen Auswertung der App angesehen werden können, wie etwa

- Bist Du alleine? oder
- Wer ist bei Dir?
- Wo bist Du? Zu Hause? Im Büro? Sonstwo?
- …

Sofern nicht widersprochen wird, speichert die App auch den aktuellen Standort. Daraus ergibt sich das aus meiner Sicht eigentliche Highlight der App. Die Stimmungen aller Teilnehmer werden auf einer Karte auf der Homepage der Entwickler angezeigt. Der Nachteil bei dieser App: Die Entwickler sitzen in Großbritannien und so beschränkt sich die Darstellung der (sicher nicht repräsentativen) Bevölkerungsstimmung derzeit auf eben dieses Land. Trotzdem kann jeder seine Daten eintragen und ich hoffe, dass auch der Rest der Welt zukünftig angezeigt wird. Ansonsten bin ich gespannt auf eine ‚lokale‘ Landes-App für Android und iOS.

Falls Ihr Paraskavedekatriaphobiker seid (also krankhaft Angst vor Freitag dem 13. habt und Termine absagt und lieber im Bett bleibt, Quelle Wikipedia, siehe oben), übersteht den Tag gut und bis nächsten #FreitAPP!