Bis gestern schaute die Netz-Community nach München zur DLD, einer der bekanntesten Konferenzen zum Thema Innovation, Digitales, Wissenschaft und Kreativität. Yoko Ono, Arianna Huffington und Sheryl Sandberg von Facebook waren dabei. Frank Rosenberger, Director Products and Services bei Vodafone Deutschland, diskutierte mit und traf auf dem Panel zwei Unternehmer, die bereits zwei Tage intensiven Trainings hinter sich hatten!
Sie gehören zu den zwölf Social Entrepreneurs, die von der Organisation „Ashoka“ eingeladen wurden. Social Entrepreneurs sind Unternehmer, die gesellschaftliche Probleme mit unternehmerischen Ideen lösen wollen. Beim „Ashoka Globalizer“ überlegen sie, wie sie ihre Projekte von einem Land auf andere übertragen können. Die Teilnehmer haben bereits bewiesen, dass sie mit ihrer Idee im Heimatland eine echte Veränderung bewirkt haben. Warum das also nicht in anderen Ländern angehen?
Das Arbeitstreffen fand nicht auf der DLD statt und atmete weniger die coole Eleganz von Bits und Bytes, sondern – nun ja: Arbeitsatmosphäre. Ich durfte dabei sein, abseits der Münchner Innenstadt. Die Räumlichkeiten erinnerten mich etwas an Amtsstuben vergangener Jahrzehnte. Aber die Ideen, die hierin den Köpfen der Leute entstanden, sind alles andere als von gestern:
Rikin Gandhi (Indien) will den Austausch zwischen Kleinbauern verbessern, um ihre Arbeit effektiver zu machen. Er hat mit seinem „Digital Green Network“ bereits über 1.900 Video produziert, die jede Woche etwa 65.000 Landwirte erreichen. Er hat mir erzählt, dass die Verteilung gerade noch „manuell“ geleistet werden kann, also durch Boten erfolgt. Statt schicker High-Tech-Projektoren nutzen die Dorfgemeinschaften batteriebetriebende Mini-Projektoren. Mike Feerick (Irland) strebt mit seinem Unternehmen ALISON danach, die weltweite Basis für online-basierte Bildungsangebote zu werden, sozusagen das „Google der akademischen Bildung“. Und Rodrigo Baggio (Brasilien) gründet gemeinnützige „Center für Digitale Inclusion“ (CDI), um den meist jungen Nutzern Zugang zu Technologien zu ermöglichen und sie so an der Digitalisierung der Welt teilhaben zu lassen. Die ersten Center hat er in Brasilien eröffnet. Inzwischen gibt es seine Zentren aber auch in Großbritannien. Mehr Infos zu den 12 Social Entrepreneurs gibt es hier: http://www.ashokaglobalizer.org/fellows_2012_munich
Der Fokus lag bei diesem Globalizer also auf mobilen Technologien und wie diese gesellschaftlichen Wandel bringen können. Und hier kommt Vodafone ins Spiel.
Es hatte sich ein Kollege aus London, der für das mobile Bezahlsystem M-Pesa in Afrika zuständig ist, unter die Teilnehmer gemischt. Er konnte aus erster Hand von den Herausforderungen berichten, M-Pesa zu einem Erfolg in inzwischen sieben Ländern zu machen. Allein im vergangenen Jahr hatte M-Pesa 10 Millionen neue Kunden (dazu mehr demnächst hier im Blog). Darüber hinaus unterstützte das neu gegründete Vodafone Institut für Gesellschaft und Kommunikation den Globalizer. Das Institut hat gerade seine Arbeit aufgenommen und wird in Zukunft zeigen, wie mobile Technologien Gesellschaften verändern (Webseite: http://ww.vodafone-institut.de, dort kann man übrigens auch eigene Ideen für Themen und Projekte vorschlagen). Der Globalizer war für das Institut wie ein Brainstorming, denn hier lagen die guten Ideen (aber auch die Hürden für ihre internationale Verbreitung) praktisch auf dem Flur. Ich bin mir sicher, dass wir von einigen der Projekten bzw. Unternehmen in Zukunft auch in Deutschland hören werden!

Wer Verkehrsnachrichten hört, wird sich so manches Mal verwundert die Augen reiben, dass oft nur noch Staus ab 4 km Länge gemeldet werden. Weil sonst die ganze Sendung aus Staumeldungen bestünde. Doch mit HD-Traffic gibt es einen cleveren Weg, um Staus zu umgehen oder besser gesagt: zu umfahren. Und der funktioniert mit einer App auf dem iPhone ebenso, wie auf intelligenten Navigationsgeräten von TomTom mit integrierter SIM-Karte (zum Beispiel von Vodafone). Bei jeder Routenplanung überprüft HD-Traffic die Verkehrslage. Und das nicht nur auf Autobahnen, sondern auch in den Städten und auf dem Land. Sollte es auf der geplanten Route Staus geben, prüft TomTom, ob alternative Wegstrecken schneller ans Ziel führen – selbst, wenn sie einen Umweg bedeuten. Und wenn es schneller gehen sollte, ein paar Minuten im Stau zu stecken, sagt TomTom mir das.
einem beliebigen Ort ein Foto mit meinem Smartphone, die Adresse wird dabei automatisch in den Fotoinformationen mit gespeichert und kann von TomTom genutzt werden. Das mühsame Merken oder Aufschreiben von Adressen spare ich mir damit. Aber auch ohne Fotos ist die Zieleingabe sehr flexibel und gut zu bedienen. Neben der gewohnten Adresseingabe über Stadt und Straße steht auch eine integrierte Google-Suche nach Zielen zur Verfügung, zudem sind Sonderziele für alle Länder, die im Kartenmaterial mit der App erworben wurden, von der Andachtsstätte über Ärzte und Apotheken, Bankautomaten, Hotels, Tankstelle bis zum Zoo enthalten. Im Adressbuch gespeicherte Kontakten lassen sich als Ziel nutzen. Offroad-Fans und Abenteurer können als Ziel auch direkt Koordinaten eingeben.

Bis mindestens Ende August 2012 lernt die – ich nenne sie mal – ‚Verschriftlichungsmaschine‘ noch. Das heißt, dass a) der Service bis dahin kostenlos ist, b) manche Texte ein paar Lücken haben oder nicht ganz korrekt geschrieben sind und c) die Mailbox-Nachrichten zum Vergleich stichprobenartig abgehört werden.







